Haag – Pfarrer Heinz Prechtl feierte seinen 85. Geburtstag. 2011 war er als künftiger Ruhestandspfarrer von Haag verabschiedet worden und zog nach Geisenhausen. Damals wurde er mit dem Titel des Haager Ehrenbürgers ausgezeichnet.
Der heutige Ehrenbürger und pensionierte Geistliche hat den Kontakt zu seinen „Schäfchen“ von einst nicht abgebrochen. Zu den wichtigen kulturellen Ereignissen macht er einen Besuch vor Ort und hat immer eine ganze Reihe von Bekannten zu begrüßen. Noch gilt, was er zu seiner Feier zum 70. Geburtstag gesagt hatte: „Ich habe mich in Haag rundum wohlgefühlt und werde es in bester Erinnerung behalten.“
Pfarrer Heinz Prechtl wurde im oberpfälzischen Schwarzenfeld in der Kriegszeit geboren. Dort ging er zur Volksschule und diente als Ministrant im Kloster. Sein Volksschullehrer wollte ihn aufgrund seiner Talente zu den Domspatzen bringen. Er selber tendierte zum Internat und besuchte bei den Passionisten in München das Gymnasium.
Prechtl schloss nach dem Abitur 1968 das Hochschulstudium in Regensburg ab. Die Priesterweihe hatte er ein Jahr zuvor durch Bischof Dr. Rudolf Gruber empfangen. Dann verpflichtete ihn der Orden zum Lehrerstudium, das er in Pasing gleichzeitig mit Fini Buchner und Norbert Hilger absolvierte. Sie sollte er an der Haager Volksschule wieder treffen.
1986 war er wieder im Kloster und mit der Hausleitung „Mädchen für alles“. Dazu gehörte auch das Abhalten von Einkehrtagen in Erziehungsheimen. Nach einer Versetzung durch den Orden gewann er die Überzeugung, neue Wege einschlagen zu müssen, bat um Aufnahme in die Diözese und erhielt die Pfarrei Haag.
Hier wirkte Heinz Prechtl von 1987 bis 2011 als Seelsorger. Sein Ziel: „Da sein für die Pfarrei und die Menschen.“ Die vielen Gespräche und Bekanntschaften hätten ihn glücklich gemacht. Auch das Vertrauen habe ihn geehrt, dass er zehn Jahre als Dekan wirken durfte.
Erfahrungen sammelte der Hobbyhandwerker auch in seinem Freizeitfach, dem Elektrischen. So installierte er die Außenbeleuchtung des Pfarrhofs selbst. Für alle Fälle hat er seinen Handwerkernotfallkoffer mit in die Pension genommen. xy