61,3 Prozent für Landrat Heimerl

von Redaktion

Amtsinhaber mit deutlichem Vorsprung vor seinen vier Gegenkandidaten

Mühldorf – Mit einer hauchdünnen Mehrheit von 50,1 Prozent wurde Max Heimerl (CSU) vor sechs Jahren zum ersten Mal zum Landrat des Landkreises Mühldorf gewählt. Seine Wiederwahl schaffte er mit einem weitaus komfortableren Stimmenvorsprung: 61,3 Prozent der rund 94.000 wahlberechtigten Bürger gaben Heimerl ihre Stimme, sprachen ihm damit ihr großes Vertrauen aus. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,0 Prozent.

Mit dem Ergebnis

„hochzufrieden“

Dem deutlichen Wahlsieger Max Heimerl war das Strahlen schon nach den ersten Runden der Auszählung nicht mehr aus dem Gesicht zu nehmen. Das Ergebnis mit über 61 Prozent mache ihn „hochzufrieden. „Ich habe mir keine fixe Zahl vorgenommen“, meinte er gegenüber den OVB Heimatzeitungen. „Allerdings hatte ich schon die Hoffnung, dass es nicht so spannend werden würde wie beim letzten Mal.“ Er freue sich über das große Vertrauen der Wähler, die Bestätigung seiner Arbeit und dass er diese nun fortführen könne.

Mit ihm feierten auch seine Eltern Gisela und Heinz und die Söhne Sebastian und Johannes den Sieg. Dass die ganze Familie im Landratsamt mit zitterte, bedeute ihm viel, so Heimerl. Seine Ehefrau Hilde kam mit etwas Verspätung dazu. Sie hatte in Neumarkt-St. Veit, wo sie selbst für den Stadtrat kandidierte, die Auszählung des neuen Bürgermeisters abgewartet. Stellvertretend für die Landkreis-CSU gratulierte Josef Grundner (Ampfings wiedergewählter Bürgermeister) dem bestätigten Landrat Heimerl mit einem Blumenstrauß. Reihum herzten die Parteikollegen MdB Stephan Mayer, MdL Sascha Schnürer, Kreisrätin Christa Heindl sowie Kreisrätin und stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sontag „ihren“ Gewinner. Die unterlegenen Gegenkandidaten – Oliver Multusch (AfD), Bianca Hegmann (Grüne), Alexander Sommer (UWG/WGW) und Patrick Hüller (SPD) – gratulierten dem eindeutigen Gewinner der Landratswahl 2026 zu seinem starken Ergebnis.

Oliver Multusch (AfD) hatte für sich und seine Kandidatur ein „sehr gutes“ Ergebnis von vorneherein erwartet. Das habe sich nach den vielen positiven Rückmeldungen im Wahlkampf und an den Infoständen bereits abgezeichnet. Nach Ende der Auszählung hatte er 15,7 Prozent der Stimmen errungen.

Mit 9,5 Prozent schnitt Grünen-Kandidatin Bianca Hegmann ab. „Natürlich wünscht man sich mehr“, stellte sie gegenüber den OVB Heimatzeitungen fest. Für ihr erstes Antreten im Landkreis Mühldorf bewertete sie ihr Abschneiden aber als „achtbar“. „Worüber ich mich sehr freue, ist, dass es keine Stichwahl geben wird, die sich keine demokratische Partei im Landkreis gewünscht hätte.“ Sie gratulierte dem Landrat zu seinem deutlichen Wahlergebnis.

Alexander Sommer (UWG/WGW) würdigte das Abschneiden Heimerls als „starkes Ergebnis“. Würden Weihnachten und Ostern zusammenfallen und dürfte er sich etwas wünschen, dann wäre Sommer „gerne vor der AfD gelandet“. „Das wäre mir wichtig gewesen!“ Mit 8,0 Prozent hat es dafür nicht gereicht. „Dass er einen CSU-Landrat im Landkreis Mühldorf nicht beerben konnte, sei ihm von vornherein klar gewesen. Eine stabile Mehrheit im Kreistag, ohne auf die AfD angewiesen zu sein, mache ihn zufrieden.

Patrick Hüller, Kandidat der SPD, hatte für sich persönlich eine zweistellige Prozentzahl als Ziel vorgegeben. „Auf alle Fälle wollten wir das Ergebnis von 2020 verbessern“, so Hüller. Am Ende erreichte er 5,6 Prozent der Stimmen. Als letzte Gemeinde meldete Mettenheim ihr Ergebnis um 21.03 Uhr. Danach stand es fest: Max Heimerl konnte 61,3 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen und darf für die nächsten sechs Jahre den Landkreis Mühldorf weiter anführen.

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