Haag/Gars/Unterreit/Kirchdorf/Reichertsheim – Paukenschlag in Haag: Mit einem überraschend eindeutigen Wahlsieg setzte sich Dr. Florian Haas (Kandidat von PWG/CSU/FWG/Grüne) gegen Amtsinhaberin Sissi Schätz (SPD) durch. Ganze 63,7 Prozent konnte er für sich gewinnen.
Entsprechend glücklich zeigte sich Haas nach dem Verkünden des Ergebnisses. „Natürlich bin ich zufrieden“, meinte er. Viel mehr würde er sich aber über die hohe Wahlbeteiligung der Haager freuen. Das sei ein starkes Zeichen für die Demokratie.
Leichtes Spiel
in Gars am Inn
Leichtes Spiel für Robert Otter (BRO) in Gars: Er hatte keinen Gegenkandidaten – ganz klar Vorschusslorbeeren für den Bürgermeister, der nun in seine zweite Amtszeit geht. Mit einem solch deutlichen Ergebnis von 95,6 Prozent hat aber selbst er nicht gerechnet: „Ein so klares Ergebnis hätte ich wirklich nicht erwartet. Wenn ich mir selbst hätte Schulnoten geben müssen, wäre es wohl eine solide ‚Zwei‘ geworden. Das ist nun aber schon eine ‚Eins‘. Ich freue mich sehr und danke allen, die hinter mir stehen. Ich sehe das Ganze als Gemeinschaftsleistung, die Hand in Hand einherging.“
Lange Zeit hatte es in Unterreit so ausgeschaut, als gäbe es gar keinen Bewerber um das Amt des ausscheidenden Christian Seidl. Dann war es spannend geworden: Kurz nach Weihnachten kam plötzlich ein Kandidat um die Ecke. Und dann plötzlich ein weiterer, der sich bei der Nominierung klar durchsetzte: Leonhard Moosmeier (FWG Grünthal). Er ist nun neuer Bürgermeister in Unterreit und fuhr eine Mehrheit von 88,9 Prozent ein. „Ich freue mich sehr über das große Vertrauen der Bürger unserer Gemeinde. Das Wahlergebnis ist für mich ein überwältigendes Gefühl und ein klarer Auftrag, mich mit voller Einsatzbereitschaft für Unterreit einzusetzen.“
Dank an die
ehrenamtlichen Helfer
Sein besonderer Dank gilt den zahlreichen ehrenamtlichen Wahlhelfern sowie den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung: „Mit ihrem Engagement und ihrer sorgfältigen Vorbereitung haben sie eine reibungslose und ordnungsgemäße Durchführung der Wahl ermöglicht.“
Für das entgegengebrachte Vertrauen sei Moosmeier „sehr dankbar“. Er freue sich darauf, gemeinsam mit dem Gemeinderat, den Vereinen und allen Bürgern weiterhin an einer guten Zukunft für die Gemeinde zu arbeiten.
„Nun machen wir
Nägel mit Köpfen“
Auch hier gab es nur einen Kandidaten, der sich bei der Nominierung gegen den Amtsinhaber Christoph Greißl durchsetzte. Bei der Aufstellungsversammlung war es noch ein Wahlkrimi mit nur einer Stimme wurde Franz Wieser von der FWG Kirchdorf aufgestellt. Bei der Kommunalwahl selbst war das Ergebnis dann eindeutiger. 80,8 Prozent der Kirchdorfer sprachen sich für Wieser aus, bei einer Wahlbeteilung von 77,9 Prozent. „Wunderbar“, bringt es Wieser auf den Punkt: Er sei sehr zufrieden mit dem soliden Ergebnis, damit habe er gerechnet. „Jetzt ist es schwarz auf weiß und nun machen wir Nägel mit Köpf – darauf freue ich mich.“
Einen Amtswechsel gab es auch in Reichertsheim: Franz Stein hört nach einer Periode auf. Sie war in der Verwaltungsgemeinschaft mit Kirchdorf geprägt durch eine schwere Krise als Folge großer personeller Probleme in den Rathäusern und eines Verwaltungschaos. Steins Nachfolger ist Martin Huber, Einigkeit Ramsau. Dieser war erst vor zwei Jahren im Gemeinderat nachgerückt, auch das eine Folge des Verwaltungschaos, der Vorgänger hatte deshalb aufgehört. Mit 79,2 Prozent der Stimmen wurde er nun zum Bürgermeister gewählt. „Ein steiler Aufstieg“, wie er augenzwinkernd bemerkt. Hörbar zufrieden zeigte sich Huber am Wahlabend. Auch dank einer hohen Wahlbeteiligung von 77,3 Prozent.