Nachruf

von Redaktion

Maitenbeth – Pfarrer Pawel Idkowiak zelebrierte den Trauergottesdienst mit anschließender Beerdigung auf dem Maitenbether Kirchenfriedhof für die im Alter von 89 Jahren verstorbene Ida Reiter. Die musikalische Umrahmung gestaltete dabei mit stimmungsvollen Klängen der Chor „Soul of Music“. Die Fahnenabordnung der Katholischen Frauengemeinschaft gab der Verstorbenen das letzte Geleit.

Ida Reiter war eine geborene Mayr und wurde 1937 auf dem Schwoaga Hof in Hörlkofen geboren, wo sie mit sieben Geschwistern aufwuchs. Trotz der Wirren des Zweiten Weltkrieges und der schon von früher Kindheit an schweren Arbeit erlebte sie eine glückliche und harmonische Jugendzeit. Der große Zusammenhalt mit ihren Geschwistern und deren Familien hatte bis zu ihrem Tod Bestand. Nach ihrer Schulzeit in Hörlkofen arbeitete sie im Gasthof ihrer Schwester Finni, beim Ganser in Erding.

Beim Tanzen lernte sie 1961 auf einem Ball im Gasthaus Klement in Isen Engelbert Reiter kennen, 1963 wurde in Rott am Inn geheiratet und sie zog zu ihm nach Maitenbeth auf den Bauernhof in Ochsenfurt. Im selben Jahr kam auch Sohn Engelbert zur Welt, sieben Jahre später Tochter Elke.

Ida kümmerte sich zumeist allein um Haus, Hof und Kindererziehung, da ihr Mann auswärts auf Baustellen arbeitete und später einen Holzhandel betrieb. Sie war ihren beiden Kindern eine liebevolle Mutter. Besonders stolz war sie auf ihre vier Enkelinnen Marcella, Christina, Anna und Eva. Es war ihr immer wichtig, gut informiert zu sein und geistig fit zu bleiben, deshalb waren das Zeitunglesen, Telefonate mit Verwandten oder auch Quizshows feste Bestandteile ihres täglichen Lebens. Bis zu ihrem Tod war sie geistig fit, lebensfroh, lustig und konnte ausgiebig lachen. Sie besuchte regelmäßig die Seniorennachmittage, erfreute sich an den Auftritten der Kindergarden oder hörte gerne Referenten zu allen möglichen Themen zu.

Einen schweren Schicksalsschlag musste sie 2008 hinnehmen, als sie einen Herzinfarkt erlitt und sich davon nie wieder richtig erholen konnte. 2016 starb ihr Ehemann. Seitdem lebte sie auf sich allein gestellt und musste von Familie und Pflegediensten unterstützt werden. Seit dem Frühjahr 2025 folgten dann mehrere Krankenhausaufenthalte und im Dezember die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung in Wasserburg, wo sie von Familie und Verwandtschaft häufig besucht wurde. Ihr Wunsch, im Frühjahr noch einmal die Vögel zwitschern hören zu können, ging nicht mehr in Erfüllung, denn sie ist Anfang März verstorben.rl

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