„Ohne Frauen läuft nichts“

von Redaktion

Linke Liste fordert mehr Anerkennung für die Arbeit von Frauen – Demonstrationszug durch Wasserburg

Wasserburg – Ohne Frauen läuft in der Gesellschaft nichts: Davon ist die Linke Liste in Wasserburg überzeugt. So sollte der Demonstrationszug durch die Stadt am Montagmorgen auch ein deutliches Zeichen setzen.

Organisatorin der Kundgebung am globalen „Frauenstreik“-Tag, die neu gewählte Stadträtin Sophia Jokisch, wollte die Aktion nicht als Streik im eigentlichen Sinne verstanden wissen, sondern als Zeichen der Solidarität. Da Leistungen von Frauen noch viel zu wenig wahrgenommen, oft sogar als selbstverständlich abgetan würden.

Frauen und FLINTA-Personen (die Abkürzung steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Menschen) übernähmen gesellschaftlich nicht nur einen großen Teil der Sorgearbeit, sie seien überdurchschnittlich oft in sozialen Berufen tätig und leisteten viel unsichtbare Arbeit für die Gesellschaft. Dafür erhielten sie häufig auch noch weniger Lohn und weniger gesellschaftliche Anerkennung, so Jokisch.

Die Forderungen der gut 30 Teilnehmenden wurden dann auch deutlich in Redebeiträgen und Parolen formuliert. Dazu gehörten faire Bezahlung für Sorge- und Pflegearbeit, der Schutz vor Gewalt und verlässliche Unterstützung für Betroffene, ein solidarisches Gesundheitssystem, die körperliche Selbstbestimmung und das Recht auf eigene Entscheidungen. Karlheinz Rieger

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