Streit um die Sanierung der Badria-Anlagen und Verdruss über die Bahn

von Redaktion

Wasserburg vor 25 Jahren Leichtathletik-Abteilung klagt über schlechte Wettkampfbedingungen – Basketballerinnen peilen Aufstieg an

Wasserburg – Ganz im Zeichen des Sports stand 2001 der Monat März in Wasserburg. Ein Grund für Diskussionen war ein Ultimatum des TSV-Abteilungsleiters Leichtathletik Alfred Schuhbeck, der angesichts des desolaten Zustandes der Badria-Anlage, insbesondere von Bahnen und Geräten, im TSV-Spiegel das bevorstehende Ende der sportlichen Wettkämpfe auf der Außenanlage angekündigt hatte. Risse und Verschmutzungen auf der Laufbahn, die eine Nutzung bei Nässe unmöglich machten, fehlende Lagermöglichkeiten für Hochsprungkissen und Hürden und Schäden an der Tribüne zählte er im Besonderen auf und bedauerte den Zustand der eigentlich „wunderschönen Anlage“. Für deren Renovierung sei die Stadt zuständig, der Sportverein hätte kein Geld übrig, um zum Beispiel die Sprunganlagen oder das Diskusnetz selbst zu reparieren. Dies bezweifelte seinerseits Bürgermeister Dr. Martin Geiger, der nicht glauben wollte, dass bereits eine Reparatur des Diskusnetzes die Möglichkeiten des Vereins übersteigen könnte. Für 2001 seien schließlich im Haushalt 110.000 Mark für die Generalüberholung der Laufbahn eingeplant worden. Auch die Tribüne sollte stellenweise repariert werden. Wenn der TSV bei seinem Ultimatum bliebe, könnte man sich ja die vorgesehenen Arbeiten im Frühjahr gleich ganz sparen, so der Bürgermeister, für den Schulsport würde der Zustand auch so reichen.

Sportlich lief es ansonsten gut beim TSV 1880. Die Radsportabteilung plante die Feiern zum 50-jährigen Bestehen, die Gründung der Taekwondo-Abteilung stand bevor. Zudem gab es bei der Delegiertenversammlung Lob für die Turner, die mit 654 Mitgliedern größte Abteilung. Die brächten das meiste Geld ein und verursachten die wenigsten Kosten, hieß es.

Große Erwartungen wurden besonders an die Basketballerinnen gestellt. Ihr Abteilungsleiter Helmut Pscherer rechnete angesichts der Leistungen zu 90 Prozent mit einem Aufstieg in die erste Bundesliga mit Abschluss der Saison, was schließlich auch gelingen sollte.

Eine vierstündige Veranstaltung von „Pro Bahn“ betreff Bahnstrecke zwischen Wasserburg und Ebersberg sorgte in Forsting für Diskussionen. Vor allem bemängelt wurden der Zustand der Strecke sowie Fahrpläne und Bahnübergänge. Fehler seien in der Vergangenheit gemacht worden, gab der Bahnvertreter Stefan Kühn zu, man könne aber doch miteinander neu beginnen und etwas bewegen.

Zu den Mängeln, die Thomas Kauderer von „Pro Bahn“ aufführte, kamen während der Veranstaltung noch zahlreiche Wünsche der Anwesenden wie Planungssicherheit für die Anlieger-Gemeinden, die Anbindung an den Münchener Verkehrsverbund (MVV) oder Berichte über Ärgernisse für ältere Menschen oder für Gemeinden wie der Verkauf von Bahnhofsflächen an Meistbietende. Landratsamtsvertreter Hans Zagler gab zudem bekannt, dass laut Auskunft der Bahn am Reitmehringer Bahnübergang die Steuerung der Signale nicht verbessert werden könnte.

Stadtvertreter Oliver Winter ergänzte dazu: „Und dies, obwohl vor der Rationalisierung der Schrankenwärter versprochen worden war, dass sich die Schließzeiten verringern würden.“ Der Kommentar des Bahnvertreters dazu damals nur: „Das ist mir neu.“ kr

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