Schnaitsee/Waldhausen – Zur Jahreshauptversammlung des Heimat- und Gebirgstrachtenvereins Waldhausen fanden sich zahlreiche Mitglieder des Vereins im Sportheim Waldhausen ein.
Vorsitzender Michael Ackermann begrüßte neben den Vereinsmitgliedern besonders den Ehrenvorstand Franz Knöckl, Bürgermeister Thomas Schmidinger, den Altbürgermeister Vitus Pichler sowie die anwesenden Vereinsvorstände. Zu Beginn gedachte die Versammlung der im vergangenen Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder Sebastian Hauser, Anton Gilg, Franziska Lackmaier und Klaus Lerner. Bereits am Vorabend fand in der Pfarrkirche Waldhausen ein Gedenkgottesdienst für sie statt.
Anschließend folgten die Berichte aus dem Vereinsjahr 2025. Jugendleiterin Simone Lerner berichtete von zahlreichen Aktivitäten der Kinder- und Jugendgruppe. Dazu zählten unter anderem Bastelaktionen zu Ostern, die Teilnahme am Fünf-Vereine-Preisplatteln in Traunwalchen sowie das Gebietspreisplatteln des nördlichen Chiemgaus, das in der Waldhausener Turnhalle ausgerichtet wurde. Den Jahresabschluss bildete traditionell das Klopfersingen im Dezember. Insgesamt kamen im Laufe des Jahres 32 Termine für Proben, Auftritte und gemeinsame Unternehmungen zusammen.
Schriftführerin Stefanie Pichler ließ das vergangene Vereinsjahr Revue passieren und erinnerte an zahlreiche besuchte sowie selbst veranstaltete Feste und Veranstaltungen. Kassierin Hildegard Bock stellte den Kassenbericht für das Jahr 2025 vor. Die Kassenprüfung durch Sebastian Hauser und Brigitte Hauser ergab keine Beanstandungen, woraufhin die Versammlung die Vorstandschaft einstimmig entlastete.
Theaterleiter Wolfgang Maier berichtete von einer erfolgreichen Spielsaison. Das Stück „Zwoa Leichen is oane zvui“ kam beim Publikum sehr gut an, habe jedoch viel Einsatz und zahlreiche Proben von den Spielern erfordert. Gleichzeitig konnte der Verein im vergangenen Jahr in neue Bühnentechnik investieren.
Im Rahmen des Vorstandsberichts informierte Johannes Wolf, einer der drei Vereinsvorsitzenden, über die Themen aus den Sitzungen des Vereinsausschusses und gab einen Ausblick auf den Vereinskalender 2026.
Ein besonderer Moment der Versammlung waren die Ehrungen. Posthum wurde Paul Reitmaier zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Urkunde nahm sein Sohn Jakob entgegen. Ackermann würdigte die langjährige Treue und Verbundenheit Reitmaiers mit dem Verein und sein außerordentliches und vielfältiges Engagement. Jakob Reitmaier bedankte sich im Namen der Familie und zeigte sich überzeugt, „dass sich der Papa sehr gefreut hätte“. Eine weitere Auszeichnung erhielt Kassierin Hildegard Bock, die für ihren langjährigen und unermüdlichen Einsatz zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit wurde außerdem Irmgard Zieglgänsberger geehrt.
Im Punkt Wünsche und Anträge sprach Ackermann auch über die Herausforderungen der kommenden Jahre. Die eigentlich turnusmäßig anstehenden Neuwahlen sollen zunächst ausgesetzt werden, da derzeit kein Nachfolger für ein Vorstandsmitglied gefunden werden konnte. Sorge bereitet dem Verein zudem die Entwicklung im Nachwuchsbereich. Wie Jugendleiterin Simone Lerner berichtete, hat die Kinder- und Jugendgruppe im vergangenen Jahr mehrere Mitglieder verloren; derzeit stammt kein Kind mehr aus dem Dorfbereich Waldhausen. Ackermann betonte, der Verein habe einen wichtigen kulturellen Auftrag, habe jedoch zunehmend das Gefühl, im Dorf nicht mehr ausreichend wahrgenommen zu werden. In der anschließenden Diskussion wurden mögliche Lösungsansätze gesammelt.
Aus dem Erlös des Klopfersingens überreichte Simone Lerner zum Ende der Versammlung eine Spende über 700 Euro an das BRK-Herzenswunsch-Hospizmobil. Zum Abschluss dankte Michael Ackermann allen Ausschussmitgliedern für ihr Engagement und ihren Einsatz und wünschte dem Verein ein erfolgreiches Trachtenjahr 2026.