Schnaitsee-Babensham – Mit der Genehmigung der Tagesordnung und der Niederschrift der jüngsten öffentlichen Sitzung Ende Januar leitete der Schulverbandsvorsitzende Thomas Schmidinger die Schulverbandssitzung im Rathaus ein. Auch die Schulleitung war vertreten. Hauptthema war der Haushalt für das laufende Jahr und die Finanzplanung für die folgenden Jahre.
Theresa Emmerer von der Verwaltung stellte zunächst das umfangreiche Zahlenmaterial vor. Seit dem Schuljahr 2023/24 mit damals 220 Schülern steigen die Schülerzahlen aktuell deutlich. In diesem Schuljahr werden insgesamt 308 Schüler in 15 Klassen unterrichtet. Beim Ausblick geht man für das Schuljahr 2029/30 sogar von 354 Schülern aus. Wie immer sind dies Planzahlen, abhängig vom Übertrittsverhalten an weiterführenden Schulen.
77 Schüler kommen heuer aus dem Gemeindegebiet Babensham. Entsprechend den steigenden Schülerzahlen erhöht sich auch der Haushalt. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 1.243.066 Euro. Größter Ausgabeblock sind die sächlichen Verwaltungs- und Betriebsausgaben mit 964.300 Euro. Für die Schülerbeförderung rechnet man heuer mit Kosten von 494.000 Euro, davon sollen aber knapp 240.000 Euro vom Freistaat bezuschusst werden. Die gesamte Betriebskostenumlage von 887.149 Euro teilen sich Schnaitsee und Babensham gemäß Schülerschlüssel auf.
Beim Gebäudeunterhalt sind 135.000 Euro angesetzt. Damit sollen unter anderem Reparaturen am Heizungsbrenner sowie die Verbesserung der Flucht- und Rettungspläne finanziert werden. Bei der Schulkinderbetreuung sind derzeit von 50 Plätzen 36 belegt. Seit 2018 ist an der Schule eine Sozialpädagogin tätig, dies soll nach derzeitigem Beschluss verlängert bis August 2028 weitergeführt werden.
Silvia Radlmaier und Maria Eglseder bekleiden derzeit das Amt. Beim Vermögenshaushalt plant man heuer mit Einnahmen und Ausgaben von 162.300 Euro, also etwas verringert zum Vorjahr. Größter Block sind hier die Hochbaumaßnahmen. So soll die Pausenhütte mit Strom versorgt werden und die Beleuchtung in der Turnhalle geändert werden. Gemäß der Bedarfsliste der Schulleitung sind für Neuanschaffungen 32.000 Euro geplant, für Ersatzbeschaffungen weitere 20.000 Euro.
Positiv stellt sich die Lage bei den Rücklagen dar. Das Haushaltsjahr 2025 ist noch nicht ganz abgerechnet, man geht von 259.300 Euro Rücklagen zum 31. Dezember 2025 aus. Auch für heuer geht man von einer Rücklagenzufuhr aus, sodass am Ende des Jahres 286.000 Euro für zukünftige Investitionen bereitstehen. Im Finanzplan für die folgenden Jahre bis 2029 sind einige Investitionen wie eine PV-Anlage auf dem gesamten Schulgebäude, Akustik-Decken für verschiedene Räume und diverse energetische Sanierungen vorgesehen.
Einstimmig beschloss das Gremium die vorgelegte Haushaltssatzung für 2026, die Finanzplanung für die Jahre 2027 bis 2029 sowie den Haushalts- und Stellenplan für heuer. Auch die Änderung der Geschäftsordnung wurde ohne Gegenstimme beschlossen. Allerdings mit dem Vorbehalt einer Zustimmung der Kommunalaufsicht. Konkret soll zukünftig der Rechnungsprüfungsausschuss auf dann drei Mitglieder aufgestockt werden. Diese wurden auch gleich bestellt, zu den beiden bisherigen Rechnungsprüfern Christian Huber und Marcus Scherr kommt nun Katharina Eicher aus Babensham. In einer abschließenden Diskussion wurde die zukünftige Heizungssituation angesprochen und ob die aktuelle Heizung auch für das neue Kinderhaus verwendet werden kann. Dies ist aktuell nicht geplant. Aber mit der angedachten Isolierung der Obergeschossdecke sollte sich ein spürbares Einsparpotenzial ergeben. mhe