BRK-Bereitschaft Schnaitsee zieht Bilanz

von Redaktion

Helfer leisten 1.700 Stunden – Zu 52 Notfall-Einsätzen ausgerückt

Schnaitsee – Mit einem ausführlichen Rückblick auf ein einsatzreiches Jahr und wichtige Personalentscheidungen hat die BRK-Bereitschaft Schnaitsee ihre diesjährige Hauptversammlung im Unterrichtsraum des BRK-Gebäudes abgehalten. Bereitschaftsleiter Jonathan Auer begrüßte neben zahlreichen aktiven Helfern auch den stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiter Andreas Prahms vom Kreisverband Traunstein.

Zu Beginn der Versammlung gedachten die Mitglieder der im vergangenen Jahr verstorbenen Vereinsangehörigen und Gönner. Namentlich erinnert wurde an Traudl Ederer, ehemalige Vereinswirtin, die früheren Aktiven Wast Altenweger, Matthias Mödl und Hans Watzl, den Gönner Franz Rieperdinger sowie an Josef Unterforsthuber, der die Bereitschaft lange als Pressevertreter und Gönner unterstützt hatte.

Der Jahresrückblick des stellvertretenden Bereitschaftsleiters Dr. Korbinian Wäsle gab Einblicke in die vielfältigen Tätigkeiten der Schnaitseer Rotkreuzler. Die „Helfer vor Ort“ waren im Jahr 2025 mit 52 Einsätzen in das Notfallrettungssystem eingebunden. Am häufigsten handelte es sich um Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gefolgt von neurologischen Notfällen und Verkehrsunfällen. Fünfmal mussten die Ehrenamtlichen zu Kindernotfällen ausrücken. Insgesamt waren dies allerdings weniger Einsätze als im Vorjahr, was laut Angaben der Bereitschaft auf geringere Alarmierungen in den Landkreis Rosenheim zurückzuführen war. Um die Zusammenarbeit zum Wohle der Bevölkerung wieder zu optimieren, wurden Gespräche mit den zuständigen Leitstellen angeregt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Breitenausbildung in Erster Hilfe. Unter der Federführung von Ausbilder Sepp Lepschy konnten vier öffentliche Erste-Hilfe-Kurse, zwei Ersthelfer-Schulungen für Kraftfahrer in Zusammenarbeit mit der Firma Lederer sowie zwei Senioren-Notfall-Schulungen mit dem Frauenbund durchgeführt werden. Wie die Bereitschaft weiter berichtet, fand zudem wie jedes Jahr im Januar eine Ersthelfer-Übung mit der Feuerwehr Schnaitsee statt. Hinzu kamen interne Ausbildungen, Dienstabende, Wartungsarbeiten am Gebäude und an den Fahrzeugen, der Glückshafen sowie weitere Vereinsaufgaben. Insgesamt wurden rund 1.700 Stunden ehrenamtlich geleistet.

Auch bei Sanitätsdiensten waren die Helfer stark gefordert: Im Ort kamen 73 Stunden zusammen, auswärts im Landkreis Traunstein weitere 102 Stunden. Selbst der Senior der Truppe, Bertl Bruckmaier, unterstützte in Obing den Blutspendedienst mit rund 15 Stunden. Bereitschaftsleiter Jonathan Auer bedankte sich ausdrücklich für das Engagement der Freiwilligen und machte deutlich, dass er sich wieder mehr Helfer wünscht, um die steigenden Anforderungen bewältigen zu können. Besonderen Dank richtete er an die „Helfer für alles“ Marion Voggenauer und Fabian Emmerer.

Im Kassenbericht von Lena Delker gab es nach ihren Angaben viel Positives zu vermelden. Einige größere private Spenden hätten dazu beigetragen, dass es finanziell „sehr rund läuft“. Gerätewart und Technischer Leiter Pascale Auer berichtete, dass der Funkrufname des in Schnaitsee stationierten Vier-Tragen-Krankentransportwagens inzwischen passend geändert worden ist und dass zudem einige Neuanschaffungen getätigt wurden.

Abschließend wurde Sepp Lepschy von der Versammlung zum neuen Pressevertreter der BRK-Bereitschaft Schnaitsee bestimmt. Diese Entscheidung war nach Angaben der Bereitschaft durch den plötzlichen Tod von Josef Unterforsthuber notwendig geworden.

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