Isen – An der Müllumladestation Isen kam es Anfang Januar zu einem Gefahrguteinsatz, da ein undefinierbarer Geruch wahrnehmbar war, der auch noch Tage später intensiv zu riechen war. Durch den schnellen und professionellen Einsatz der Feuerwehren konnte eine direkte Gefährdung für Mitarbeiter und Bürger ausgeschlossen werden. Mit unterschiedlichen Analyse- und Messtechniken wurden vor Ort keine gesundheitsschädlichen Gase festgestellt, wie das Landratsamt Erding mitteilt. Eine Analyse von entnommenen Proben und Reststoffen bestätigte laut Landratsamt eine hohe Konzentration von Phosphorverbindungen im Bereich der Müllumladehalle. Der intensive Geruch kann daher mit hoher Wahrscheinlichkeit auf diese Stoffgruppe zurückgeführt werden. Die ursprüngliche Vermutung, dass ein verstopfter Abfluss den Geruch verursacht hat, schließt das Landratsamt aus.
Üblicherweise werden diese Art von Stoffverbindungen bei alten Beizmitteln, Schädlingsbekämpfungsmitteln und professionellen Insektiziden (Begasungsmittel) eingesetzt. Es bleibt zu vermuten, dass eine unsachgemäße Entsorgung über den Hausmüll oder die Direktanlieferung in Isen dazu geführt hat, dass im weiteren Verladeprozess eine Freisetzung erfolgte und zu der intensiven Geruchsbildung führte.
Das Landratsamt weist darauf hin, dass jegliche Abfälle mit Gefahrensymbolen auf Verpackung und Gebinde – auch Pestizide – auf gar keinen Fall in den Restmüll gegeben werden dürfen, sondern über die Problemmüllsammlung entsorgt werden müssen.
Falsche Entsorgung führt zu Gefährdung von Mitarbeitern, Bürgern und der Umwelt, warnt das Landratsamt. Mit über 60 Problemmüllsammelstellen bietet der Landkreis Erding jeden Monat entsprechende Sammeltermine über den Landkreis verteilt an, wobei haushaltsüblichen Mengen jeweils kostenlos abgeben werden können.
Weitere Informationen findet man unter www.landkreis-erding.de/abfallberatung. Bei Fragen steht das Team der Abfallwirtschaft telefonisch unter der Rufnummer 08122/581317 oder per E-Mail an abfall@LRA-ed.de zur Verfügung.