Planung für „Agri-Photovoltaikanlage“ geht weiter

von Redaktion

Gemeinderat befasst sich mit Details – 170 Quadratmeter Wald werden gerodet

Pfaffing – Beim Verfahren zur „Agri-Photovoltaikanlage“ bei Hart in der Gemeinde Pfaffing läuft die Änderung des Flächennutzungsplanes. In der jüngsten Gemeinderatssitzung ist nach einer Versammlung mit Anliegern der aktuelle Stand des Verfahrens aufgezeigt worden.

Demnach plant die Molkerei Alpenhain auf einer freien Fläche nahe Lehen westlich des Betriebsstandortes eine Photovoltaikanlage, die so hoch gebaut ist, dass sie eine landwirtschaftliche Nutzung noch zulässt. Allerdings haben Anlieger bei einer Versammlung vor Ort diese Bezeichnung infrage gestellt, denn damit sei eine Höhe von mindestens sechs Metern verknüpft, die bei dem geplanten Projekt mit 3,60 Meter nicht erreicht werde, erklärte Christian Thomas von der Verwaltung. Daher halte der Antragsteller auch nicht an dieser Klassifizierung fest, ergänzte Martin Niedermeier vom Bauamt. Für Bürgermeister Josef Niedermeier war wichtig, dass überhaupt „bewirtschaftet werden kann“, wenn auch eingeschränkt. Vorgesehen ist das mit Sondermaschinen aus dem Weinbau. Die Anlage soll neun Prozent des Energiebedarfs der Molkerei decken. Im Detail ging es nun um Abstände zu Anliegern, um die Blendwirkung und um die Eingrünung mit Hecken und deren Höhe sowie der Möglichkeit, zu deren Beschnitt das Grundstück betreten zu dürfen.

Nach Auskunft der Unteren Naturschutzbehörde werde kein Grüngürtel verlangt. Neu sei, dass ein nördlich gelegener Wald dazuzähle und damit die überplante Fläche von 9.700 Quadratmetern auf 15.000 Quadratmeter ansteige. Denn damit könne ein bestimmter Abstand zu einer Grundstücksgrenze vergrößert werden. Von diesem Wald würden bis zu 170 Quadratmeter gerodet, die wieder auszugleichen seien.

Auch die Entwässerung war ein Thema. Der tiefste Punkt liege im Süden; eine Sickerfläche soll Wasser auffangen. Auszuschließen sei aufgrund der Lage eine Lärmbelästigung.

Konkret wollte Tobias Forstner (ÜWG) wissen, ob nun die Anwohner mit den Änderungen zufrieden seien. Es sei darüber gesprochen worden und „wenn’s so durch geht, dann ist es durch“, lautete die Antwort der Zuhörer in der Sitzung. Bürgermeister Niedermeier ergänzte, dass im vorgeschriebenen Auslegungsverfahren unabhängig davon Betroffene ihre Einwände darlegen können.

Johannes Hohenadler (FWGFR) hielt fest, dass für ihn mit Blick auf die Beteiligung der Bürger „das Verfahren gut gelaufen ist“. Trotzdem stimme er dagegen, weil durch die Größe die landwirtschaftliche Nutzung zu eingeschränkt sei. Daher war der Rat mit 14 gegen eine Stimme für das weitere Verfahren. kg

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