Pfaffing – Kurz sprach der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung über die Ergebnisse der Kommunalwahl. Bürgermeister Josef Niedermeier (FWF) gratulierte „den wiedergewählten und den neu gewählten“ Gemeinderäten. Einige Nachrücker verfolgten bereits als Zuhörer die Sitzung.
Gemeinderat Josef Rester (ÜWG) brachte seine Enttäuschung über das Wahlergebnis zum Ausdruck und bedauerte, dass auch mit Klaus Wagenstetter (FWF) die älteren Mitglieder nicht mehr vertreten seien. Doch bleibe er Seniorenbeauftragter und kündigte – halb im Scherz an – „da werden einige noch Freude an mir haben.“ Tobias Forstner (ÜWG) machte seinem Ärger über den zu großen Stimmzettel beim Kreistag Luft. Die passten gar nicht auseinandergefaltet in die Wahlkabine, es sei daher unmöglich gewesen, einzelne Kandidaten von verschiedenen Listen auszuwählen. Das sei unbedingt zu ändern. Daher wünsche er sich einen Hinweis der Gemeinde an das Landratsamt.
Jugendreferentin Elisabeth Gralka war mit der Organisation der U18-Wahl betraut. 34 Jugendliche beteiligten sich daran: „Wir waren politisch neutral“, versicherte sie, die Teilnehmer sollten „sehen, wie eine Wahl funktioniert“. Gefragt war auch, was die Kinder von einem Gemeinderat erwarten: Weniger Bäume fällen, mehr auf die Natur achten, sich aber auch für Mobilität einsetzen und auch ein Freizeitpark wurden dabei als Punkte genannt. Bemängelt wurde die schleppende Instandhaltung der Sportanlagen und der Spielplätze, denn Reparaturen dauern „teilweise zu lange“. Bei der Wahl des Landrates käme es den Jugendlichen nach zu einer Stichwahl des Amtsinhabers Otto Lederer aus der CSU gegen den AfD-Kandidaten Andreas Winhart. Als Bürgermeister favorisierten die Jugendlichen mit 29 Stimmen deutlich den Amtsinhaber Josef Niedermeier. kg