Wasserburg – Gut besucht war die diesjährige Jahreshauptversammlung des Wasserburger Obst- und Gartenbauvereins im Pfarrsaal St. Konrad. Für Infos und Unterhaltung sorgten dabei kurzweilige Rechenschaftsberichte und ein abschließender Vortrag über vermeintliche, aber dennoch oft wertvolle „Unkräuter“ im Garten.
Das Gartenjahr in
Schlagzeilen präsentiert
Stephan Hammermüller präsentierte diesmal den 70 Anwesenden seine Informationen zum Gartenjahr in Form von Garten-Schlagzeilen, die das Jahr über auch in großen Medien aufgetaucht waren. Humorvoll bedauerte der Vorsitzende des Vereins dabei, dass es trotz langer Frostphasen die Schnecken wieder geschafft hätten, den Winter scheinbar unbeschadet zu überstehen. Das Thema Wasser durfte auch nicht fehlen. Weniger Rasen, der viel davon benötige, dafür mehr Wildblumen und natürlich keine Schottergärten auf Plastikplanen, sondern lebendige Steingärten lauteten die Empfehlungen.
Die Befürchtung, dass Bauernhortensien aussterben könnten, sei trotz vermehrter Hitzeperioden laut Hammermüller aber unbegründet. Es käme hier nur auf die richtige schattigere Standortwahl oder zumindest eine weitere beschattende Bepflanzung an. Die wichtigste Schlagzeile sei aber „Wir stehen sehr gut da und wir machen es richtig!“ 40 neue Mitglieder im vergangenen Jahr und stets gut besuchte Veranstaltungen würden dies deutlich zeigen. Man sei auch online präsent. Eine aktuelle Homepage, Social-Media-Kanäle und der neue Newsletter zeigten, dass der Verein mit der Zeit gehe und Tradition und Moderne miteinander verbinden könne.
Schriftführerin Monika Barthold-Rieger bestätigte dies in ihrem Bericht auch durch den Rückblick auf die zahlreichen Vereinsaktivitäten. Zu diesen gehörten auch die Pflanzung neuer Bäume auf der Streuobstwiese, die hoffentlich diesmal nicht vom Biber gefressen werden.
Sie lobte Hammermüller für seine Initiativen in der Vergangenheit bezüglich Öffentlichkeitsarbeit sowie seine Medien-Fitness und sein investiertes Hirn- und Muskelschmalz.
Gismunde Pöhmerer legte ihrerseits einen anschaulichen Kassenbericht vor, an dem auch die Kassenprüfer nichts auszusetzen hatten. Besonders erfreut zeigte sie sich über den durch Werbemaßnahmen gestiegenen Mitgliederzuwachs von 338 auf 363 und das trotz neun freiwillig und zehn unfreiwillig ausgeschiedenen Mitgliedern im vergangenen Jahr.
Von wegen
Unkraut!
Ingrid Göttsberger rundete den Abend mit ihren Informationen über vermeintliche Gartenunkräuter unter dem Thema „Was die Kräuterhexe liebt und der Gärtner hasst“ ab. So kamen Giersch & Co zu neuen Ehren als Heil-, Gewürz- und Speisepflanzen. Zudem gab es auch historische Informationen über die Verwendung zahlreicher „Unkräuter“ in Klostergärten oder dass vor dem bekannten Reinheitsgebot von 1516 der Gundermann als Hopfenersatz beim Bierbrauen diente.
Geehrt wurden diesmal für 40 Jahre Mitgliedschaft Renate Zollner, Gertrud Kappler, Herbert Rödig und Johann Gebert, für 50 Jahre Gertraud Wurmannstetter, Gerlinde Bleicher und Maria Bauer. Auf 65 Jahre brachten es Maria Poeverlein und Walter Weber. Die silberne Ehrennadel des Bezirksverbandes Oberbayern wurde zudem für 15 Jahre Arbeit im Vereinsvorstand Ingrid Posch und Marlene Häuslmann verliehen.