Wasserburg – Ehrungen und das geplante Feuerwehrhaus beschäftigten die Mitglieder der Feuerwehr bei ihrer Jahresversammlung. Ein zügig absolviertes, vom Vorsitzenden Robert Rainer geleitetes Treffen. Wahlen standen nicht auf der Tagesordnung.
Zu Beginn wurde Rudi Göpfert senior für 70 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt – der 87-Jährige erntete viel Beifall von den Besuchern im nicht ganz voll besetzten Saal der Feuerwehr.
Knapp 20 Einsätze im
Monat im Jahr 2025
Im Rechenschaftsbericht ließ Kommandant Timo Paul die Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren, knapp 20 Einsätze pro Monat habe man im Schnitt verzeichnet. Insgesamt sei die Feuerwehr 225 Mal alarmiert worden, 2024 gab es 252 Einsätze. Der Löwenanteil entfiel auf technische Hilfeleistungen (2024: 143, 2025: 98).
In der Auflistung hob der Kommandant mit zum Teil spektakulären Fotos mehrere Einsätze hervor. Gleich am Neujahrstag etwa musste im Burgerfeld eine Person mit einer Drehleiter geborgen werden, ein „Standardeinsatz“, wie Paul bemerkte. Die Feuerwehr kann sich auf 70 aktive Mitglieder stützen, darunter fünf Frauen. Sophia Huber bezifferte in ihrem Bericht als Jugendwartin den Zuwachs an Teilnehmern: Sechs Jugendliche seien Anfang des Jahres 2025 dabei gewesen, zehn waren es dann am Ende, darunter drei Mädchen.
In seinem Grußwort unterstrich Bürgermeister Michael Kölbl im Beisein seines Nachfolgers Bastian Wernthaler, wie wichtig das Zusammenwirken von Verein und aktivem Dienst sei: Bei den Veranstaltungen der Feuerwehr seien „alle gefordert“, so Kölbl – auf diese Weise entstehe eine Gemeinschaft, „die wir brauchen“. Er betonte zudem den Schulterschluss zwischen den Abteilungen Attel-Reitmehring und Wasserburg, die Bedeutung der Übungen und der Nachwuchsarbeit. „Da gehört Herzblut dazu und Idealismus“, sagte Kölbl. Mit Blick auf das in Wasserburg geplante Feuerwehrhaus sagte er: „Ich bin froh, dass in einer langen und nicht immer einfachen Diskussion eine Lösung gefunden worden ist, hinter der die Feuerwehr steht. Und der Stadtrat hat die Maßnahmen in der Januar-Sitzung einstimmig beschlossen.“ 17 Millionen Euro würden nun für das Projekt zur Verfügung gestellt – ohne den Grunderwerb in Höhe von gut zwei Millionen. So bringe der Stadtrat sein Interesse an einer aktiven, einsatzfähigen und guten Feuerwehr zum Ausdruck. Kölbl schloss mit einem herzlichen Dank an die Feuerwehr in den 24 Jahren seiner Dienstzeit als Bürgermeister. Dem Dank schloss sich Markus Steinmaßl, Leiter der Polizeiinspektion Wasserburg, an.