Überraschende Anfrage aus Salzburg

von Redaktion

Telefonica will nahe Alteiselfing nach Standort für Mobilfunkmast suchen – Telekom ist bereits im Genehmigungsverfahren

Eiselfing – „Etwas überrascht waren wir schon, als diese Nachfrage kam“, sagte Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne) in der jüngsten Gemeinderatssitzung, als er von einer erneuten Anfrage einer Projektentwicklungs-GmbH aus Salzburg berichtete. Im Auftrag der Telefonica Germany GmbH aus Teltow soll sie erneut und „höflichst“ um Alteiselfing herum eine Standorterhebung starten. Überrascht war man, weil vor einiger Zeit die zunächst recht positiv geführten Vertragsabstimmungen mit dem Bestandgeber, also dem Grundstückseigentümer, beendet worden sind.

Zwischenzeitlich hat sich allerdings im Februar 2025 die Deutsche Telekom im genannten Bereich um Aham, Alteiselfing, Bergham und Thalham ebenfalls eine Suchkreisanfrage gestartet und bei der Gemeinde eingereicht. Im Ergebnis konnte nach der Beratung im Gemeinderat ein kommunales Grundstück angeboten werden. Dem aktuellen Kenntnisstand der Gemeindeverwaltung nach hat die Telekom diesen Standort funktechnisch als „grundsätzlich geeignet“ eingestuft und mit dem benachbarten privaten Grundstückseigentümer bezüglich des Fundamentes eine Übereinkunft getroffen. Mittlerweile steht die mit der Errichtung des Mastes beauftragte Firma mit dem Landratsamt, dabei unter anderem mit der Naturschutzbehörde, wegen einer Baugenehmigung in Kontakt.

Michael Maier (CSU) wies in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass die Entfernung zur nächsten Wohnbebauung möglichst weit sein sollte. Reinthaler stellte aus der Sicht der Gemeinde die eigene Handlungsstrategie dar. „Wir als Gemeinde sind da ja nicht in einer Entscheidungshandlung. Wichtig ist, dass die betroffenen Weiler und Orte vernünftig erreichbar sind“, sagte er.

Seinem Vorschlag, den Sachstand im Zusammenhang mit dem Anbieter Deutsche Telekom der Projektentwicklungsfirma in Salzburg mitzuteilen, war ganz nach der Meinung der anwesenden Gemeinderatsmitglieder. Eine Beschlussabstimmung dazu war nicht erforderlich. bua

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