Rott – Ein weites Betätigungsfeld zeigte der alte und neue Vorsitzende Wolfgang Matschke von Maikowski der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Rott beim Jahresrückblick auf. Beginnend mit der jährlichen Müllsammelaktion, bei der heuer wieder 23 große Müllsäcke von Rotter Bürgern gesammelt wurden, über die Amphibienaktion bis zur Heckenpflanzung, Biotoppflege und der Anlage von Streuobstwiesen. Ein großes Lob zollte Matschke den fleißigen ehrenamtlichen Helfern. Wie wichtig der Einsatz für Natur und Umwelt ist, zeigen erschreckende Zahlen. Zwei Amphibienzäune im Rotter Forst und bei Knogl mussten schon aufgegeben werden, da wie bei Knogl die Zahl der Kröten von 2017 309 Stück auf 2024 nur noch zwei Kröten und keine Frösche und Molche mehr zurückgegangen ist. Bei Höhenrain ging der Bestand von 589 Kröten 2018 auf nur noch 57 Individuen 2025 zurück. Bei Fröschen und Molchen war es noch gravierender. Die kürzliche bayernweite Vogel- zählaktion ergab erneut eine Abnahme vieler Arten und ist nur ein Hinweis auf den Zustand unserer Natur. 28 Arten sind vom Aussterben bedroht, die für die Jungvögel so wichtigen Insekten erleben einen drastischen Bestandseinbruch mit schlimmen Folgen für viele Arten. Wenn Ökosysteme bedroht seien, betreffe das früher oder später auch den Menschen, so Matschke: „Wir brauchen wieder mehr Bewusstsein für eine intakte Natur und Umwelt, in der Flur, Feldraine, Hecken, artenreiche Wiesen und Gärten, weniger Herbizide und Insektizide. Gärten und öffentliche Liegenschaften naturnäher gestalten.“
Bei den Neuwahlen wurde Matschke im Amt bestätigt. Neuer Zweiter Vorsitzender ist Guido Fendt. Als Beisitzer fungieren Patrik Steinmaier, Konrad Aubreville und Ronny Müller.