Reichertsheim – In der vorvorgangenen Sitzung des Gemeinderates hatte der Familienstützpunkt Gars-Reichertsheim bereits seine Arbeit vorgestellt. Nun ging es darum, die finanzielle Unterstützung der Gemeinde zu erhöhen. Seit dem Jahr 2017 arbeitet Reichertsheim mit dem Familienstützpunkt zusammen. Zuletzt ist 2023 der gemeindliche Zuschuss für diese Einrichtung mit Sitz im Franziskushaus in Au angehoben worden.
Zur Finanzierung, so erfuhren die Räte, steuere der Landkreis 9.000 Euro bei, die Gemeinde Gars 10.000 Euro und Reichertsheim bisher 2.500 Euro. Allerdings, so die Rechnung, decken diese Zuschüsse die laufenden Kosten nicht. Daher beantragt der Familienstützpunkt mit dem Ziel einer Kostendeckung die Anhebung der Zuwendungen. Das bedeutet für Reichertsheim 4.000 Euro im Jahr. Jährlich, so die Rechnung, entstehe ein Defizit von 3.000 Euro, was sich mittlerweile auf 22.000 Euro summiert habe. Für dieses Jahr werden 5.000 Euro Unterdeckung erwartet. Die Einsparmöglichkeiten sind begrenzt, denn etwa 95 Prozent der Ausgaben entfallen auf Personalkosten.
Zu der Arbeit dieser Einrichtung zählen Angebote zur Begegnung, Bildung, Betreuung sowie Beratungen jeweils in Gars und Reichertsheim. Darunter fallen auch Spielenachmittage und Vorträge. Im vergangenen Jahr haben 215 Menschen aus Reichertsheim das Angebot genutzt. Daraus folgten 40 Hilfeanfragen und 15 Beratungstermine. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auch über die Grundschule in Ramsau und die Mittelschule in Gars. Angebote aus Gars stehen auch den Reichertsheimern zur Verfügung.
Aus dem Gemeinderat kam die Mitteilung, dass offenbar Bürger mit dem Angebot zufrieden seien und Vereine sogar finanzielle Unterstützung angeboten haben. Einstimmig war der Gemeinderat dafür, die Zuwendung einmalig um 1.500 Euro anzuheben. Für das kommende Jahr ist darüber neu zu entscheiden.kg