Mit Innovationsgeist aus der Flutkatastrophe

von Redaktion

Planungen der Wasserwacht Schnaitsee für schwimmfähige Wachstation schreiten voran

Schnaitsee – Die Wasserwacht Schnaitsee blickt auf ein bewegtes Jahr 2025 zurück. Im Fokus der Jahreshauptversammlung im Bistrorant „Vicino“ stand neben einer beeindruckenden Leistungsbilanz vor allem das Großprojekt „Hüttenneubau“. Nach dem verheerenden Hochwasser von 2024 setzt die Ortsgruppe nun auf eine zukunftsweisende Lösung: eine schwimmfähige Wachstation.

Die Vorsitzende Angelika Kebinger durfte neben 19 aktiven Schnaitseer Wasserwachtlern auch Gäste aus Traunstein begrüßen, darunter Markus Schlaffner, Vorsitzender des BRK-Kreisverbands Traunstein, Markus Schönlinner, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht, Tom Hilscher, Schriftführer der Kreiswasserwacht und Kreis-Jugendleiter Simon Ostermann.

Schlaffner lobte in seinem Grußwort die „vorbildliche Zusammenarbeit“ der Schnaitseer Rotkreuz-Gliederungen. Besonders beeindruckt zeigte er sich vom Umgang mit dem Verlust der alten Wachhütte: „Es wurde nicht gezweifelt, sondern angepackt.“ Die geplante Bauweise auf schwimmfähigen Pontons bezeichnete er als großartig – so entstehe nicht nur eine Zweckunterkunft, sondern ein „Begegnungsort für das Vereinsleben“.

Wie viel Herzblut in der Arbeit steckt, verdeutlichte Kebinger anhand der Statistik für 2025. Insgesamt leisteten die Aktiven rund 2.760 Stunden ehrenamtliche Arbeit. In über 600 Stunden sorgte die Wasserwacht für Sicherheit am See. Die restlichen Stunden ergeben sich aus Mittelbeschaffung, um Gelder für die Ortsgruppe zu generieren, Ausbildung der Aktiven, Vorstandschaftsarbeit und Stunden des Bauausschusses.

Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung der Rettungsschwimmabzeichen. Die Auszeichnung in Bronze ging an Elias Deibl und Lea Mittermayer. Über Silber durften sich Hannah Dettenbeck, Anna Lamprecht und Niklas Deibl freuen, die das Abzeichen zum ersten Mal ablegten. Karin Kaltenhauser, Alois Dirnaichner und Tine Dettenbeck bewiesen erneut ihre Ausdauer und erhielten Silber als Wiederholer. Mit besonderem Stolz wurde zudem Jonathan Auer für seine herausragende Leistung mit dem Rettungsschwimmabzeichen in Gold ausgezeichnet.

Der Technische Leiter Jonathan Auer berichtete über den Stand der Dinge beim Herzensprojekt der Schnaitseer Wasserwacht. Da die alte Hütte durch das Hochwasser 2024 unbrauchbar geworden ist, läuft die Planung für den Neubau auf Hochtouren.

Die Wasserwacht bedankte sich für die bereits getätigten Spenden von Privatpersonen, örtlichen Vereinen wie dem Trachtenverein, dem Theaterverein, den Bäuerinnen und dem Fischereiverein sowie von Stiftungen. Auer betonte: „Wir sind überwältigt, wie weit uns Ihre Hilfe schon getragen hat – um die Ziellinie nun vollends zu überqueren, zählt für uns weiterhin jeder kleine und große Beitrag.“ Bis zur Realisierung wird die aktuelle Hütte noch ein weiteres Jahr als provisorische Übergangslösung dienen müssen.

Auch die Jugendleitung blickt stolz auf das vergangene Jahr. Mit 34 Mitgliedern, davon 18 aktiv in den Gruppenstunden, ist der Nachwuchs eine tragende Säule. Höhepunkte waren das Zelten am See und der Ausflug nach Dienten am Hochkönig. Für die Saison 2026 stehen bereits feste Termine im Kalender, so wird die Wasserwacht den Loseverkauf bei der Gewerbeschau des Autohauses Mörtl unterstützen. Außerdem freut man sich auf den Wasserwachtstag am 13. Juni.

Die Wasserwacht Schnaitsee startet nun motiviert in die neue Wachsaison. Das Ziel ist klar: Menschlichkeit und Sicherheit am See – bald aus einer neuen, hochwassersicheren Station.

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