Nachruf

von Redaktion

Rechtmehring – Im Alter von 86 Jahren ist Alfons Glasl aus Putz an der Straß gestorben. Er wuchs zusammen mit seinen älteren Brüdern Konrad und Anton auf dem elterlichen Bauernhof auf. Nach der Schulzeit arbeitete er zu Hause mit und ging in die Winterschule in Wasserburg.

Ab 1968 arbeitete er insgesamt fast 50 Jahre als Verkaufsfahrer für Obst und Gemüse, erst rund 30 Jahre bei der Firma Wittmann, anschließend bei den Firmen Gahbauer und Larasser. Nach einem Sturz im Jahr 2017, bei dem er sich schwere Verletzungen an Hüfte und Oberschenkel zuzog, musste er im Alter von 78 Jahren in den Ruhestand gehen. Die Kunden schätzten ihn wegen seiner sehr korrekten, freundlichen und hilfsbereiten Art.

Eine seiner großen Leidenschaften war das Schafkopfen. Zwei- bis dreimal pro Woche ging er deshalb abends zum Wirt. Eine weitere Leidenschaft von Alfons Glasl war die Wald- und Holzarbeit. Er pflegte seinen Wald sehr gut. Die gesamte Arbeit mit dem Holz lag ihm sehr am Herzen. Auch bei der jährlichen Kartoffelernte half er gerne mit und sortierte anschließend wochenlang die Kartoffeln je nach Größe. Alfons Glasl war auch Mitglied beim Schützenverein Brandstätt.

Nach seinem Sturz vor acht Jahren war er auf die Gehstütze angewiesen. Seit Beginn 2020 hatte er Probleme beim Reden. Im Lauf der Zeit wurde eine Sprachdemenz festgestellt.

Seit dem Tod seines Bruders Konrad im August 2024 verschlechterte sich sein Allgemeinzustand zusehends. Zu Hause wurde er von seinen nächsten Angehörigen, soweit es ging, versorgt und gepflegt, da er keine fremde Hilfe annehmen wollte. Nach einem weiteren Sturz und akutem Nierenversagen erholte er sich nicht mehr und starb am 13. März im Krankenhaus Wasserburg.

Pfarrer Pawel Idkowiak fand passende Worte für die große Trauergemeinde, indem er Vergleiche mit dem Wald, der großen Leidenschaft des Verstorbenen, und mit Alfons zog. Auf dem Gemeindefriedhof Rechtmehring fand er seine letzte Ruhe. fxm

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