Eiselfing – Mit einem Mix aus praktischen Kursen und fachlichem Input hat der Obst- und Gartenbauverein Eiselfing das neue Gartenjahr begonnen und seine Mitglieder zugleich auf zunehmende Hitze und Trockenheit vorbereitet. Bei der Frühjahrsversammlung des Vereins wurde jetzt umfassendes Fachwissen ausgetauscht. Vorsitzende Elisabeth Herzog berichtete, man sei heuer gleich zu Beginn aktiv gemeinsam ins neue Gartenjahr gestartet. Ein Obstbaumschneidekurs in Freiham, Hausmehring und Kerschdorf sowie ein Rosenschnittkurs erfreuten sich großer Beliebtheit. Geplant sind ein Weideflechtkurs, ein Kräuterbüschelbinden im Sommer, die Unterstützung beim Girlandenbinden für die Eiselfinger Festwoche und ein Vereinsausflug nach Südtirol.
Zum Thema „Hitze- und trockenheitsverträgliche Pflanzen für den Hausgarten“ referierte Daniel Richter. Der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Rosenheim gab wertvolle Tipps rund um die standortgerechte Pflanzenauswahl im Zeichen des Klimawandels. Zunehmende Herausforderungen für die Pflanzen wie Hitze- und Trockenperioden, unregelmäßige Niederschläge, Bodenversiegelung oder milder werdende Winter müssten demnach berücksichtigt werden.
Ein wichtiger Schritt sei es, die Böden im Garten mit Pflanzen abzudecken. Richter schilderte, er schaue sich seinen Garten zu Hause genau an und stelle sich die Frage, welcher Naturstandort dort widergespiegelt werde. Um den Garten fit für die Zukunft zu machen, solle man bewusst auf sogenannte Stress-Strategen setzen. Diese Pflanzen aus dem Hoch-Alpinum, Wasserpflanzen sowie viele Zwiebel- und Knollenpflanzen akzeptierten extreme Standortfaktoren, erläuterte Richter. Als Beispiele nannte er Felsenbirnen, Berberitzen, Perückensträucher, Blasen-Spiersträucher, Feuerdorn, Garben, Astern, Färberhülsen, Geranium, Gräser, Anemonen, Elfenblumen, Strauchschnäbel, Nieswurzen, Christ- und Lenzrosen, Immergrün und Teppich-Golderdbeeren. reg