Haag/Lengmoos – Mit einem Rückblick auf ein ereignisreiches Vereinsjahr und einem Ausblick auf den geplanten Neubau des Feuerwehrhauses hat die Feuerwehr Lengmoos ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. Im Mittelpunkt standen der Dank an Kreisbrandrat Harald Lechertshuber für zwölf Jahre im Amt sowie die Vorstellung der Aktivitäten der aktiven Wehr und der Jugendgruppe.
Vorsitzender Gerhard Stettner blickte auf das vergangene Jahr zurück. Er berichtete von zahlreichen Veranstaltungen im Vereinsleben, darunter der Besuch verschiedener Feste, die Organisation eines Feuerwehrausflugs sowie mehrere Termine im Dorfleben. Dazu zählten unter anderem die Bewirtung beim Ostermarkt der Firma Zenz und die Dorfweihnacht. Dies belege den hohen Gemeinschaftssinn der Lengmooser Feuerwehr und die gute Zusammenarbeit der Mitglieder, so Stettner. Inzwischen sei es zudem feste Tradition, bei Nachwuchs in den Familien der Mitglieder den „Feuerwehrstorch“ aufzustellen, was vergangenes Jahr erfreulich häufig der Fall gewesen sei.
Als besonderen Höhepunkt nannte Stettner die Einladung in die Residenz München anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Feuerwehr Lengmoos. Die Einladung sei vom Ministerpräsidenten an alle Feuerwehren mit diesem runden Jubiläum ergangen. In der Vorschau verwies der Vorsitzende auf zahlreiche Feste im Jahr 2026, unter anderem bei der Feuerwehr Rechtmehring und der Feuerwehr Winden.
Kommandant Benjamin Schechtl berichtete anschließend von einem insgesamt ruhigen Einsatzjahr. Insgesamt fünf Einsätze musste die Feuerwehr bewältigen. Um dennoch bestmöglich vorbereitet zu sein, hob Schechtl die Vielzahl an Übungen hervor. Dazu gehörten vor allem Monatsübungen und Funkübungen sowie zahlreiche Schulungen und Weiterbildungen. Genannt wurden unter anderem der Abschluss zum Gruppenführer von Andreas Gfüllner und die Weiterbildung von Tobias Schwarz zum Atemschutzgeräteträger.
Die Feuerwehr Lengmoos setzt seit Jahren auf eine enge Zusammenarbeit mit der Nachbarfeuerwehr aus Gars. So unterstützte die Lengmooser Wehr vergangenes Jahr bei elf Einsätzen die Garser Feuerwehr mit Atemschutzgeräteträgern. Insgesamt verfügt die Feuerwehr Lengmoos über 66 aktive Mitglieder, davon vier weiblich. Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, werde die Ausrüstung laufend erneuert. Vergangenes Jahr konnte ein neues Einsatz-Tablet in Betrieb genommen werden. Außerdem wurde der Logistikanhänger erweitert, unter anderem mit einer mobilen, transportablen Ölsperre. Durch Spendengelder aus der Lengmooser Dorfweihnacht wurde zudem ein mobiler Spannungsprüfer angeschafft, der vor allem in Hochwassersituationen dem Eigenschutz der Feuerwehrleute dient.
Einen besonderen Dank richtete Schechtl an Kreisbrandrat Harald Lechertshuber, der nach zwölf Jahren im Amt seine Tätigkeit beendet. Für diese intensive Zeit und die gute Zusammenarbeit bedankte sich der Kommandant ausdrücklich.
Im anschließenden Bericht der Jugend stellte Jugendwart Markus Randl die Aktionen der zehn Feuerwehranwärter vor. Dazu zählte insbesondere ein Feuerwehrinformationstag im Mai, durch den fünf neue Jugendliche gewonnen werden konnten. Die Teilnahme an monatlichen Jugendübungen und die Organisation einer Übung für die Aktivengruppe hätten das Feuerwehrleben zusätzlich bereichert. Besonders erfreulich sei, dass die Jugendlichen schrittweise an den Übertritt in die Aktivengruppe herangeführt werden. So haben Sebastian Greißl und Franziska Binsteiner das MTA-Basismodul erfolgreich abgeschlossen, Franziska Binsteiner zudem bereits das Leistungsabzeichen Wasser mit der Aktivengruppe erworben. Außerdem konnte Leon Ullmann in die Aktivengruppe übertreten.
Bürgermeister Robert Otter bedankte sich bei allen Mitgliedern für den geleisteten Einsatz und richtete den Blick nach vorne. Er berichtete, dass der Rohbau für das neue Feuerwehrhaus bereits vergeben worden sei. Die Bauarbeiten sollen heuer beginnen, um der Feuerwehr auch künftig eine zeitgemäße Ausstattung zu bieten. Kreisbrandrat Harald Lechertshuber bedankte sich für die anerkennenden Worte und betonte, für ihn seien immer alle Feuerwehrstandorte gleich wichtig gewesen.