Neuer Amtssitz für den Revierförster

von Redaktion

Kilian Ertl bezieht ein Büro im neuen Garser Gemeindehaus

Gars – Sehr vielfältig ist inzwischen die Nutzung des „Gemeindehauses Alte Grundschule“. Nun kam noch eine weitere Facette hinzu: Kilian Ertl, seit Sommer 2025 Nachfolger des in den Ruhestand gegangenen Revierförsters Gerald Eisgruber, hat jetzt sein neues Büro im Untergeschoss des Gemeindehauses bezogen, nachdem das Försterbüro zuvor im Privathaus Eisgrubers untergebracht gewesen war. Ertl ist im „Forstrevier Gars am Inn“, das acht Gemeinden im Südwesten des Landkreises umfasst, für die privaten und kommunalen Wälder zuständig, also beispielsweise auch für die Stiftungswälder Haag, nicht aber für die Staatsforste. Rund 5.000 Hektar umfassen die Waldgebiete in seinem Zuständigkeitsbereich. Bei den privaten Wäldern handelt es sich meist um eher kleinere Gebiete mit durchschnittlich 2,3 Hektar. Es gibt in diesem Bereich rund 2.000 Waldbesitzer, für die Ertl als Berater zur Verfügung steht. Etwa 500 bis 700 Beratungskontakte sind es im Jahr. Themen sind vor allem Wiederaufforstung, natürliche Waldverjüngung und die Bekämpfung des Borkenkäfers.

„Ich bin aber auch in Pädagogik ausgebildet“, erzählt Ertl. Vor allem Grundschülern der dritten Jahrgangsstufe soll er das Thema Wald nahebringen, so sieht es der schulische Lehrplan vor. „Ich führe aber gerne auch einmal eine Seniorengruppe durch den Wald“, so der junge Revierförster.

In sämtlichen Waldgebieten seines Zuständigkeitsbereichs hat er zudem die waldrechtliche Aufsicht, was polizeiliche Vollmachten bei Vergehen einschließt, wenn also etwa jemand beim Rauchen oder bei illegaler Holzentnahme ertappt wird. Und anhand der festgestellten Verbissspuren in den Wäldern erfolgt auf der Basis der fachmännisch erfassten Daten die Abschussplanung mit den jeweils zuständigen Jägern.

„Die bayerische Gesetzgebung verlangt immerhin eine ‚vorbildliche‘ Bewirtschaftung sowohl der privaten als auch der staatlichen Wälder“, betonte Ertls Vorgesetzter Dr. Martin Kennel, Bereichsleiter Forsten am „Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten“ in Töging. Es reiche es nicht, die Erträge der Waldbesitzer zu optimieren, vielmehr geht es auch darum, die Gemeinwohlfunktion des Waldes immer im Auge zu haben, vor allem mit Blick auf die positive Beeinflussung des Klimas und die Wälder als Erholungsraum für die Bevölkerung.fug

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