Schonstett – Einstimmig verabschiedet hat der Gemeinderat in einer seiner jüngsten Sitzungen den Haushalt für dieses Jahr. Er hat ein Volumen von rund 6,6 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 3.558.000 Euro und auf den Vermögenshaushalt 3.064.000 Euro.
Schulden werden
kräftig erhöht
Um die geplanten Investitionen stemmen zu können, ist für dieses Jahr eine Kreditaufnahme von 500.000 Euro und für 2027 nochmals von 1.362.000 Euro vorgesehen. Um die Einnahmenseite zu verbessern, sollen die Steuersätze moderat angehoben werden, bei Grundsteuer A von 310 auf 330 v.H. und bei der Grundsteuer B sowie der Gewerbesteuer von je 320 auf ebenfalls 330 v.H. Dies soll die Genehmigung des Haushalts durch das Landratsamt als Aufsichtsbehörde erleichtern. Im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden liege man damit immer noch am unteren Rand, hieß es in der Sitzung.
Größter Einnahmeposten im Verwaltungshaushalt ist die Einkommens- und Umsatzsteuerbeteiligung in Höhe von 1,05 Millionen Euro, gefolgt von der Gewerbesteuer von 850.000 Euro, den Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb von 846.000 Euro, allgemeiner Zuweisung und Schlüsselzuweisung von 473.000 Euro sowie der Grundsteuer A und B mit 208.000 Euro. Eine Zuführung vom Vermögenshaushalt ist nicht möglich. Die Einnahmen im Vermögenshaushalt resultieren aus der Entnahme der Rücklagen in Höhe von 2,26 Millionen Euro, einer Kreditaufnahme von 500.000 Euro und Investitionszuweisungen von 186.000 Euro. An Beiträgen werden 20.000 Euro erwartet, des Weiteren sind Zuschüsse aus sonstigen Bereichen in Höhe von 16.000 Euro eingeplant. Zum Ausgleich ist zusätzlich eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt von 78.000 Euro nötig.
Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt schlagen die Kreisumlage mit einer guten Million Euro, die Umlage für die Verwaltungsgemeinschaft mit 334.000 Euro und die Gewerbesteuerumlage mit 116.000 Euro kräftig zu Buche. Für Zuweisungen und Zuschüsse werden 1.121.000 Euro, für Verwaltungs- und Betriebsaufwand 681.000 Euro sowie für Personal 199.000 Euro ausgegeben. Dazu kommen noch die Zuführung zum Vermögenshaushalt von 78.000 Euro sowie Zinsausgaben von 31.000 Euro.
Zwei Millionen Euro
für Feuerwehrhaus
Für Investitionen, also Ausgaben im Vermögenshaushalt, sind geplant: zwei Millionen Euro für das Feuerwehrhaus (2027 folgen nochmals 1,8 Millionen Euro), die Sanierung des Regenwasserkanals Teil II mit 200.000 Euro, Geh- und Radweg an der Halfinger Straße mit 30.000 Euro sowie für die Breitbandversorgung mit weiteren 23.000 Euro.
Die Schulden steigen von 213.000 Euro (2025) über 607.000 Euro in diesem Jahr auf geplant knapp 1,9 Millionen Euro im Jahr 2027.
Allgemeine Rücklagen sind keine mehr vorhanden, die Mindestrücklage beträgt 38.630 Euro. Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für Investitions- und Investitionsfördermaßnahmen wird auf 500.000 Euro und Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt werden auf 1.800.000 Euro festgesetzt.