So heizt Wasserburg in Zukunft

von Redaktion

Der Stadtrat von Wasserburg hat den Weg für die kommunale Wärmeplanung freigemacht. In einer Sitzung wurde der finale Entwurf des Plans beschlossen, der festlegt, wie die Bürgerinnen und Bürger in Zukunft mit Wärme versorgt werden sollen. Dem Beschluss gingen Stellungnahmen verschiedener Träger voraus.

Wasserburg – Eine Bestands- und Potenzialanalyse der kommunalen Wärmeplanung war bereits in der Sitzung des Stadtrats am 30. Oktober 2025 Thema. Verschiedene Wärmeversorgungsarten wurden untersucht und beraten, was wo möglich ist. Dr. Johannes Stapf von „Steinbacher Consult“ stellte in der Sitzung des Rats im Dezember 2025 die bisherigen Ergebnisse der Untersuchungen des Ingenieurbüros vor. In der jüngsten Stadtratssitzung ging es nun um den fristgerechten Beschluss, nachdem die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange im Zeitraum vom 13. Februar bis 14. März eingegangen waren.

Dr. Stapf berichtete, insgesamt hätten das Planungsbüro und die Verwaltung acht Stellungnahmen erreicht, darunter vom ortsansässigen Kunststoff-Unternehmen RKW, der Nahwärmeversorgung Eiselfing oder der Bayernwerknetz GmbH als übergeordneter Netzbetreiber. Das Thema Altstadtversorgung wurde genauso angesprochen wie diverse Wärmearten.

„Die eingegangenen Stellungnahmen haben keine Notwendigkeit für wesentliche inhaltliche Änderungen am Wärmeplan und den entwickelten Maßnahmen ergeben“, fasst Stapf zusammen. Daher wurde den Stadträten in der Sitzung am 26. März der finale Entwurf des Wärmeplans nach gestalterischen und formalen Anpassungen, auch in Hinblick auf die gesetzlichen Bestimmungen, vorgelegt.

Der kommunale Wärmeplan entspricht in dieser Form den aktuellen Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes und erfüllt die inhaltlichen Anforderungen an einen durch die Kommunalrichtlinien (Nationale Klimaschutzinitiative) geförderten Wärmeplan.

Info-Veranstaltung
für die Bürger geplant

Nun wird der beschlossene Wärmeplan der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es soll eine abschließende Informationsveranstaltung zu den Ergebnissen der kommunalen Wärmeplanung und zur Darstellung des weiteren Vorgehens der Stadt geben. Die im Wärmeplan enthaltenen Konzepte und Strategien sollen verfolgt werden, einzelne enthaltene Maßnahmen sollen zur jeweils gegebenen Zeit einem zuständigen Gremium in ausgearbeiteter Form zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Zur Neubewertung der Versorgungslage mit Wasserstoff und Gasnetzumstellung wird ein Austausch mit dem Gasnetzbetreiber angestrebt. Sämtliche wärmeversorgungsrelevanten Anliegen und Entwicklungen von Industrie, Wärmenetzbetreibern oder umliegenden Kommunen werden mit höchster Priorität behandelt, um diese auf mögliche Synergieeffekte zu prüfen und in regelmäßigem Austausch mit den Akteuren zu verbleiben.

Dass dieser Tagesordnungspunkt einstimmig über die Bühne ging, verzeichnet Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) als „tollen Auftrag, die kommunale Wärmeplanung fristgerecht zu beschließen“.

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