Wasserburg – Rund 100 Menschen kamen in Wasserburg zur „Earth Hour“ zusammen, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen. Bei ausgeschalteter Straßenbeleuchtung und Kerzenlicht warben sie in der Hofstatt für den Schutz des Planeten.
Erstmals im Jahr 2012 fanden sich bereits zahlreiche Teilnehmende an der von den Wasserburger Grünen initiierten, weltweit seit 2007 durchgeführten Earth Hour in der Hofstatt ein. Zwischenzeitlich gehört die abendliche Veranstaltung zu den festen Terminen der Stadt.
Auch heuer hatten sich wieder gut 100 Interessierte in der Hofstatt eingefunden, um eine Stunde bei ausgeschalteter Straßenbeleuchtung und Kerzenlicht des weltweiten Mottos „Earth Hour – Deine Stunde für die Erde“ zu gedenken. Zu grüner Suppe, Punsch, Schnittchen und Bier von Grünen, SPD und CSU war unterhaltsame und beschwingte Live-Musik vom Chor „Zappndudap zu hören.
Man sollte auch vor Ort daran denken, dass wir nur einen Planeten haben und dessen Ressourcen schonend behandelt werden sollten, hieß es damals wie heute.
Zweiter Bürgermeister Werner Gartner stimmte deshalb noch vor 20.30 Uhr die Anwesenden, kurz bevor für eine Stunde die öffentliche Beleuchtung abgeschaltet wurde, auf die Bedeutung dieser Gedenkstunde ein. Er betonte, dass die Menschen sich dringend besser um ihren Planeten kümmern müssten.
Nicht nur weltweit, sondern auch vor Ort sollte ein Zeichen für den Klima- und Umweltschutz gesetzt werden, auch wenn einige führende Politiker den Klimawandel zwischenzeitlich sogar leugnen würden. Wissenschaftlich belegte Messungen hätten längst bewiesen, dass der Mensch selbst erheblich zur Erwärmung der Erdatmosphäre beitrage.
Die Lebensbedingungen hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten wegen zunehmender Naturkatastrophen in einzelnen Regionen dramatisch verändert. Dabei hätten alle auf der Welt ein Recht auf ein gesundes Leben.
Stadt geht mit gutem
Beispiel voran
Dass jeder mithelfen könne, zeigte Gartner dadurch auf, dass auch die Stadt mit gutem Beispiel vorangehe. Unter anderem wies er darauf hin, dass die Stadtwerke nur noch Strom aus regenerativen Energien verkaufen, die Straßenbeleuchtung sukzessive auf LED umgestellt wurde oder dass der Fuhrpark E-Autos und Lastenfahrräder bekomme.
Insgesamt herrschte bei erträglichen Temperaturen eine fast familiär anmutende Stimmung, zu der der Chor Zappndudap unter Leitung von Ernst Hofmann mit seiner Songauswahl nicht unerheblich beitrug.
Karlheinz Rieger