DJK-SV Oberndorf bleibt weiter in Bewegung

von Redaktion

Vorsitzende Evi Ziel im Amt bestätigt – Stefan Hundschell rückt als Vize nach – Beiträge für die 1.200 Mitglieder erhöht

Haag – Unter dem Leitgedanken „Die einzige Konstante ist die Veränderung“ hat der DJK-Sportverein Oberndorf seine diesjährige Jahreshauptversammlung abgehalten und damit ein deutliches Signal für Aufbruch und Zusammenhalt gesetzt. Rund 60 Mitglieder kamen im Sportheim zusammen.

Die geistliche Beirätin Sandra Pongratz setzte mit einem Impuls, der Zuversicht und Orientierung in Zeiten des Wandels vermitteln sollte, bewusst den Auftakt und rahmte damit den weiteren Verlauf der Versammlung: Veränderung sollte nicht als Risiko, sondern als Chance verstanden werden.

Vorsitzende Evi Ziel griff diesen Gedanken auf und machte deutlich, dass der Verein an vielen Stellen vor Umbrüchen steht. „Wir stehen als Verein an vielen Stellen vor Veränderungen. Entscheidend ist, dass wir diese aktiv gestalten und nicht nur verwalten“, betonte sie.

Sie begrüßte neben den Mitgliedern zahlreiche Ehrengäste, darunter die amtierende Bürgermeisterin Sissi Schätz, ihren designierten Nachfolger Florian Haas sowie Konrad Mack, Vizepräsident des DJK-Sportverbands München und Freising. In ihren Grußworten würdigte Schätz die vertrauensvolle Zusammenarbeit während ihrer Amtszeit und hob die vorbildliche Vereinsarbeit hervor. Mack bezeichnete den Sportverein Oberndorf als Aushängeschild des Verbandes, betonte dessen außergewöhnliche Aktivität und warb zugleich für ein verstärktes Engagement auf Verbandsebene.

Im Mittelpunkt stand der Jahresbericht der Vorsitzenden, der die Vielseitigkeit und Lebendigkeit des Vereins widerspiegelte. Zu den Höhepunkten zählten unter anderem Städtereisen nach Florenz sowie eine Familienfreizeit am Gardasee. Am Vereinsheim wurden umfangreiche Arbeiten durchgeführt, insbesondere Außenfassade und Dachstuhl wurden neu gestrichen.

Auch bei regionalen Veranstaltungen wie dem Haager Volksfest war der Verein präsent. Das Vereinsleben zeigte sich zudem von seiner geselligen Seite: Ein Ehrenamtsabend mit 60 Teilnehmern, eine vorweihnachtliche Feier mit rund 100 Gästen sowie ein traditionelles Schafkopfrennen unterstrichen den ausgeprägten Gemeinschaftssinn.

Mit Blick in die Zukunft stellte die Vereinsführung wichtige Weichen. So ist geplant, das Sportheim in Eigenleistung innen neu zu gestalten. Zudem wurde eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge beschlossen. Hintergrund sind stark gestiegene Kosten seit der letzten Erhöhung vor 13 Jahren sowie eine veränderte Mitgliederstruktur bei inzwischen rund 1.200 Mitgliedern. Das neue Beitragssystem soll einfacher, gerechter und weniger verwaltungsintensiv sein.

Die Berichte aus den Abteilungen verdeutlichten die breite Aufstellung des Vereins. Besonders die Jugendarbeit nimmt weiterhin einen hohen Stellenwert ein, was sich in Angeboten wie Kinderskikursen, Nikolausfeiern und Kinderfasching zeigt.

In der Tennisabteilung stellte Abteilungsleiter Martin Eder-März ein zukunftsweisendes Projekt vor: den Bau eines Allwetterplatzes. Die Sparte erlebt derzeit einen starken Aufschwung, insbesondere im Kinder- und Mannschaftsbereich. Erstmals sind sechs Teams im Spielbetrieb gemeldet. Die Stockschützen, vertreten durch ihren neuen stellvertretenden Abteilungsleiter Manfred Schambeck, berichteten über sportliche Aktivitäten ebenso wie über zahlreiche gesellschaftliche Veranstaltungen.

Herausforderungen wurden aus der Fußballabteilung gemeldet. Die derzeit schwierige sportliche Lage führte zur Auflösung der dritten Mannschaft sowie zu einem Trainerwechsel. Positiv hervorzuheben ist die stabile Jugendarbeit, da alle Nachwuchsmannschaften bereits im dritten Jahr in Folge eigenständig gestellt werden konnten.

Die Abteilung Fitness und Gesundheit präsentierte sich als besonders breit aufgestellt: Mit 35 verschiedenen Angeboten, 57 Übungsleitern und rund 720 aktiven Mitgliedern zählt sie zu den größten Sparten des Vereins, wie Christina Eberl berichtete. Ein Höhepunkt war der Silvesterlauf mit knapp 400 Teilnehmern.

Sportwart Martin Anzenberger hob hervor, dass nahezu alle Wartungs- und Reparaturarbeiten in Eigenleistung erbracht wurden. Kassierin Johanna Schambeck bestätigte geordnete finanzielle Verhältnisse und informierte über den Beschluss zur Rücklagenbildung. Die einwandfreie Kassenführung wurde von Kassenprüfer Martin Hoffmann bestätigt.

Bei den Neuwahlen ergaben sich nur wenige Veränderungen, die meisten Amtsinhaber wurden in ihren Funktionen bestätigt. Eine zentrale personelle Neuerung betraf den stellvertretenden Vorsitz: Der langjährige Stellvertreter Thomas Eberharter stellte sich nicht mehr zur Wahl. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Stefan Hundschell gewählt.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wurden die geplanten Ehrungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen ein Verein bleiben, der sich bewegt – sportlich und strukturell“, sagte Vorsitzende Evi Ziel abschließend.

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