Unterreit/Stadl – Sechs Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser feierten am vergangenen Wochenende ihr Jubiläum: Stolze 280 Jahre Ordensprofess versammelten sich im Kloster St. Theresia in Stadl zu einem Fest- und Dankgottesdienst, dem Pater Edmund Hipp aus dem Redemptoristenkloster Gars vorstand.
Sr. Anneliese Herzig, Sr. Raphaela Wieseler und Sr. Ruth Maria Stamborski feierten 40 Jahre, Sr. Marialuise Grimminger und Sr. Rosemarie Lichtenwallner 50 Jahre und Sr. Anni Dobler 60 Jahre Profess. Nicht dabei sein konnte Sr. Birgit Mitterberger, die ihr ebenfalls 60-jähriges Jubiläum in einem Pflegeheim in München begangen hatte.
Wie zutreffend war doch die Lesung aus dem Römerbrief: „Wir haben unterschiedliche Gaben, je nach der uns verliehenen Gnade“ (Röm. 12,6). Dies zeigte sich an der großen Bandbreite der Charismen, Fähigkeiten und Einsatzbereiche der Schwestern, die aufzuzählen den Rahmen des Gottesdienstes gesprengt hätte. Pater Hipp verwies jedoch in seiner Predigt auf die Ordenspatronin der Schwestern, die heilige Theresia von Lisieux: „Ich habe meine Berufung gefunden – im Herzen der Kirche will ich die Liebe sein!“ In diesem Charisma, der Liebe, gründeten alle Begabungen, wie immer sie sich letztlich ausgestalteten. Schließlich verwies er noch auf ein wesentliches Merkmal nicht nur eines Ordenslebens: Die Feier eines Jubiläums sei kein Punkt, kein Schlussstrich. Vielmehr müsse man hier einen Doppelpunkt setzen: Jede sei berufen, ihr Leben weiter zu gestalten, mit ihren je eigenen Gaben und Charismen.
Im Sprechen der Gelübdeformel erneuerten und bekräftigten die sechs Schwestern ihr damals gegebenes Versprechen. Da Sr. Ruth Maria, die Provinzoberin, selbst zu den Jubilarinnen gehörte, musste Generaloberin Sr. Teodora Shulak „einspringen“, um diese entgegenzunehmen. Ein festliches Mittagessen im Kreis fast aller Schwestern der Provinz Deutschland-Österreich rundete die Feier ab.