Ramerberg – Die „Kitzretter Ramerberg“ haben drei Jahre nach ihrer Gründung eine neue Vorstandschaft gewählt – und bis auf einen Posten, der aus beruflichen Gründen abgegeben wurde, ist es wieder dieselbe. Kein Wunder, denn der sehr engagierte Verein kann auf eine echte Erfolgsgeschichte zurückblicken: Bislang wurden in Ramerberg 151 Rehkitze, 95 Hasen, zehn Katzen, ein Igel und ein Huhn gerettet.
Außerdem wurden neun Enteneier gefunden und liebevoll ausgebrütet. Die geschlüpften Küken wurden betreut, bis man sie an geeigneter Stelle wieder auswildern konnte.
Die Kitzsuche per Drohne wurde im Laufe der Jahre stetig optimiert, die Rettungsteams sind zusammengewachsen und verstehen sich blind. Mitgeführte Akku-Ladegeräte sorgen dafür, dass die Drohnen jederzeit einsatzbereit sind. Zudem ist die Anschaffung weiterer Ersatzakkus geplant, um die Suche noch kurzfristiger vor der Mahd durchführen zu können. Denn es hat sich gezeigt, dass innerhalb von drei Stunden auf einer bereits freigegebenen Wiese ein Reh seine Kitze gesetzt hat – das möchte man künftig vermeiden.
Doch die Kitzretter engagieren sich weit über die reine Kitzsuche hinaus: Sie veranstalten Kinderferienprogramme, gehen mit Schulklassen in den Wald und organisieren im Winter Fackelwanderungen. Bei allen Aktionen der Gemeinde Ramerberg rund um das Thema Natur sind sie ebenfalls mit dabei. So haben sie bei widrigem Schmuddelwetter fast im Alleingang eine Ausgleichshecke gepflanzt. Und wenn es darum geht, die Umwelt von illegal entsorgtem Müll zu befreien, sind sie ebenfalls zur Stelle.
Auch für die Zukunft haben die „Kitzretter Ramerberg“ viele Ideen. Beim gemeindlichen Holzpokalschießen haben sie – klein, wie sie im Vergleich zu anderen Vereinen sind – inzwischen wiederholt den dritten Platz belegt.