Gars – Vor knapp zwei Jahren wurde das Klosterbad in Gars wiedereröffnet. Das kleine Schwimmbecken in der Nähe des Klosters Gars dient seitdem den Garsern als Naherholungsoase. Gespeist wird das Becken aus frischem Quellwasser, Freiwillige kümmern sich um die Instandhaltung.
Susanne Wimmer, direkte Anliegerin des Klosterbads, muss sich aber dennoch darüber ärgern. Sie sagt: „Die Pflege wird nicht in Einklang mit der Natur gemacht.“
Wasser bereits
dreimal abgelassen
Dreimal, sagt Wimmer, sei bereits das Wasser beim Klosterbad abgelassen worden, das letzte Mal erst vor wenigen Wochen. Damals, erzählt sie, wurde das Wasser abgelassen, um gegen die wachsenden Algen vorzugehen. Wimmer hat dafür wenig Verständnis. „Wenn ich ohne Algen schwimmen will, muss ich ins Schwimmbad gehen.“ Zudem sei ein großes Stück Hecke weggeschnitten worden, und das trotz Beginns der Vogelbrutzeit. Wimmer hat für ein solches Vorgehen wenig Verständnis. Sie betont, dass es ihr nicht darum gehe, den Spaß am Klosterbad zu verbieten. „Wer hier schwimmen oder sich treffen will, soll das tun“, sagt sie. Doch dabei sollte man ihrer Meinung nach auch die Natur respektieren, was hier nicht geschehe. „Bevor das Bad wiedereröffnet wurde, gab es hier Fische und Algen.“ Ein Kleinod für die Natur, wie sie meint, das nun nicht mehr existiere.
Auf Anfrage äußert sich Robert Otter, Bürgermeister von Gars, zu den Vorwürfen. Er bestätigt, die Darstellung, dass kürzlich zum wiederholten Mal das Wasser im Klosterbad abgelassen wurde. Dieses wird in den Inn eingeleitet. Auch bestätigt er die Darstellung, dass das Ziel gewesen sei, die Pflanzen im Bad zu beseitigen. In jüngster Zeit sei eine große Menge an rauem Hornkraut im Klosterbad festgestellt worden, das einige Besucher beim Schwimmen gestört habe. Allerdings stehe fest: „Das wächst wieder nach“, sagt Otter.
Becken
wurde abgefischt
Der Bürgermeister bestätigt auch, dass vor der Eröffnung des Klosterbades Fische aus dem Becken entfernt wurden. Sie seien schonend abgefischt und in den Inn umgesiedelt worden. Für die jüngste Maßnahme sei zudem ein Teil der Hecke entnommen worden. Dabei habe es sich aber um kaum einen Meter gehandelt, der auch wegen der beginnenden Vogelbrutzeit zuvor auf Nester geprüft worden sei. Hierbei sei nichts feststellbar gewesen. Grundsätzlich gelte auch, dass das Klosterbad ein Zugewinn für Gars sei und gut angenommen werde.