Ostern herrscht Hochbetrieb für Floristen

von Redaktion

Welche Blumen zu Ostern gefragt sind und was sie besonders macht

Burghausen/Gars – Ostern ist das Fest der Ruhe und Familie. Doch während Pfarrer und Kirchenpfleger an den Feiertagen im Dauereinsatz sind, arbeiten auch Floristen lokaler Betriebe auf Hochtouren: „Mehr Bestellungen bedeuten natürlich auch mehr Arbeit. Die Qualität soll aber nie darunter leiden“, erklärt Anna Schleindlsperger, Inhaberin der Blumengalerie in Burghausen, auf Anfrage von innsalzach24.de.

Osterfest für
lokale Blumenläden

„Solche Feste sind natürlich generell sehr wichtig für unser Geschäft und auch die umsatzstärksten Tage im Jahr. Trotzdem bringen diese nicht nur Vorteile mit sich“, fährt die gelernte Floristin fort. „Mehr Kunden bedeutet natürlich mehr Stress bei gleichbleibendem Personal. Vor allem, weil sich viele Menschen kurzfristig für einen Blumenkauf entscheiden und wir parallel dazu Vorbestellungen abarbeiten müssen.“

Grundsätzlich sind Blumen aber das ganze Jahr über gefragt: „Es gibt immer besondere Anlässe wie Valentinstag oder Muttertag. Zudem bekommen wir Großbestellungen wegen Hochzeiten oder auch Beerdigungen. Am schönsten ist es aber, wenn Kunden kommen, um ihren Liebsten spontan eine Freude zu bereiten. Dafür sind Blumen auch da.“

Während Ostern für die Blumengalerie bereits zur Routine gehört, sieht es nur wenige Meter entfernt ganz anders aus: „Ich habe mein Geschäft erst seit Kurzem, deshalb ist es meine erste Ostersaison“, sagt Veronika Kuriljonok von Geschenk Strauß. „Aber ich merke schon jetzt: Zu Ostern wollen die Menschen vor allem eins – Frühling spüren.“

„Tulpen, Narzissen, Ranunkeln sind Klassiker. Dazu kommen Hyazinthen, Anemonen oder auch blühende Zweige wie Kirsch- oder Forsythienzweige“, so Kuriljonok über die beliebtesten Sorten zum Frühling. „Viele greifen zu hellen, frischen Farben – Gelb, Creme, sanftem Rosa oder auch einem klaren Weiß. Es geht weniger um viel, sondern eher um ein schönes, stimmiges Gefühl.“

Dem kann Schleindlsperger nur zustimmen: „Im Topfpflanzenbereich sind Frühlingsblüher äußerst beliebt. Viele wollen zu Hause dekorieren, vor der Haustür pflanzen oder ein liebes Stöckerl auf den Esstisch stellen“, weiß sie. „Bei den Schnittblumen ist es Frühling pur. Bunte Sträuße, die gerne auch mal ein wenig kitschiger dekoriert sein dürfen. Da merken wir die Vorfreude auf die warme Jahreszeit.“

„Ostern und allgemein Feiertage sind wichtig für unser Geschäft“, merkt auch Julius Kagerer, Gärtnermeister der Klostergärtnerei Gars, an. „Dann kommen Kunden zu uns, die Besuch von Verwandten oder Freunden bekommen, und dekorieren, oder eine Kleinigkeit verschenken wollen. Zusätzlich kommen umliegende Pfarreien zu uns, um sich Hortensien oder andere Blumen für den Kirchenschmuck zu besorgen.“

„Unsere Pflanzen wachsen bei uns selbst, und dadurch können wir immer frische Ware gewährleisten“, fährt Kagerer fort. „Damit setzen wir uns etwa von Supermärkten ab, die zwar auch Blumen anbieten, welche aber meist von weit her geliefert und im Dunkeln gelagert werden. Für die verschiedenen Blumenarten ist dies natürlich nicht nachhaltig.“

„Ich glaube, es geht gar nicht darum, Supermärkte schlechtzumachen – dort kann man natürlich auch Blumen kaufen. Der Unterschied liegt eher im Ansatz“, erklärt Kuriljonok. „Beim lokalen Floristen ist alles persönlicher. Die Auswahl ist bewusster, die Blumen werden einzeln ausgesucht und kombiniert. Man bekommt nichts von der Stange, sondern etwas, das wirklich zusammenpasst.“

Qualität
im Fachgeschäft

„Es macht einen großen Unterschied, ob ich meine Blumen im Supermarkt oder bei einem Floristen in einem Fachgeschäft kaufe“, so Schleindlsperger. „Allein schon von der Qualität her. Rosen- oder Tulpensträuße sind in den Supermärkten beispielsweise weder geputzt noch angeschnitten. Dadurch verwelken die Blumen auch viel schneller. Bei Floristen ist das Handwerk entscheidend.“ Der Gang in einen Blumenladen lohnt sich also: „Blumen sind für jeden ein superschönes Geschenk, vor allem, weil sie Farbe in den Alltag bringen und glücklich machen“, sind sich alle drei Inhaber einig. „Was gibt es Schöneres, als nach Hause zu kommen und seinen Lieblingsstrauß zu sehen? Macht euren Liebsten eine Freude.“

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