Wasserburg – Es dauert nicht mehr lange bis zur Eröffnung des traditionellen Wasserburger Frühlingsfests am 13. Mai. Bis dahin schürt die Brauerei Gut Forsting mit Festwirt Georg Lettl an der Spitze kräftig die Vorfreude.
Wie in den Jahren zuvor hatte Lettl am Sonntag einen erlauchten Kreis von Festfreunden zur Bierprobe in den Forstinger Gasthof geladen. Für die musikalische Umrahmung der Zeremonie sorgte die Wasserburger Stadtkapelle, zudem machten sich acht Forstinger Böllerschützen lautstark bemerkbar. „Es muss laut sein, sonst nützt es ja nix“, so deren Chef.
Veranstaltet wird das Frühlingsfest vom Wirtschafts-Förderungs-Verband (WFV), das Forstinger Bierzelt betreut Lettl, die Festwirte Manuel Scheyerl und Stefan Staudinger kümmern sich um die Wiesn-Alm. Die Mass kostet 12,40 Euro.
Auf die Prozedur mit einem Fassanstich hat Festwirt Georg Lettl diesmal verzichtet. Strahlend begrüßte er seine Gäste: „Zum Bier möchte ich was sagen: Es ist ein Märzenbier wie immer, 5,8 Prozent Alkohol. Das ist ein bisserl stärker als das normale Bier.“ Ansonsten wies er auf einen besseren Boden im Zelt hin, auf eine größere Bar, auf eine neue Küche.“ Edith Sürmlinger, Dritte Bürgermeisterin, betonte in ihrem Grußwort, wie sehr sie sich auf die „fünfte Jahreszeit“ in Wasserburg freue, auf das Frühlingsfest eben. „Jetzt lassen wir es uns schmecken.“
Der neu gewählte Bürgermeister Bastian Wernthaler, einer von rund 100 Gästen in Forsting, wird die Anstich-Zeremonie beim eigentlichen Festauftakt absolvieren. Als echte Premiere, wie er sagte. Es wird nichts schiefgehen: Festwirt Lettl hat sich bereit erklärt, dem neuen Rathauschef die nötige Schlagsicherheit zu vermitteln. So einfach ist das ja nicht, den Hahn unfallfrei ins Fass zu treiben. Wernthaler zeigte sich in völlig neuem Outfit – mit einer zünftigen Lederhose aus Wasserburg. „Ich hatte eine gute Beratung beim Kauf.“ In der Tat: Die Tracht steht ihm. Gut gelaunt mischte er sich „mit einem gescheiten Bier“ ins Publikum, berichtete von seiner jüngsten Urlaubsreise nach Italien. Jetzt ist er voll konzentriert auf seine neue Aufgabe im Rathaus: „Ich hab‘ einen Riesenrespekt, ich weiß, was auf mich zukommt. Aber ich freu mich drauf.“
Im Gasthof drückte Andreas Bonholzer als Vorsitzender des WFV insbesondere seine Freude über die Anwesenheit vieler Bürgermeister aus: „Schön, dass ihr da seid.“ Und er dankte all seinen Mitstreitern, die für das Gelingen des Festes sorgen würden. Der Vorsitzende der Wasserburger Kellerfreunde, Witgar Neumaier, hielt ein flammendes Plädoyer fürs Biertrinken. „Ohne Bier wären wir alle nicht da“, so seine Erkenntnis. Und ein schlechtes Bier gebe es nicht, jedenfalls nicht in Bayern. „Alle Biere sind ja nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut – mit Hopfen, Wasser und Gerste.“ Beim Frühlingsfest wird man sich wieder daran laben können.