Liebeserklärung an die Wahlheimat

von Redaktion

Florian Schmitt plant Film in Wasserburg – Drehstart soll im Juni sein

Wasserburg – Wasserburg ist schön. Manchmal sogar so schön, dass es Menschen plötzlich hierher zieht und am Ende noch ein Film dabei herausspringt. Das zumindest hat Florian Schmitt vor. Der gelernte Medienmanager und Schauspieler ist Wahl-Wasserburger durch und durch. Bis vor einigen Jahren lebte er noch in München. Eine Freundin schlug ihm bei der Suche nach einem neuen Ausflugsziel in der Gegend ihre Heimatstadt Wasserburg vor.

Hochzeit im
Rathaus gefeiert

„Davor war ich tatsächlich noch nie hier“, erzählt Schmitt. Sofort sei er beeindruckt gewesen. „Ich mag einfach altes Zeug“, gibt er schmunzelnd. Seitdem hat ihn die Stadt, wie es scheint, nicht mehr losgelassen. Seine Hochzeit feierte Schmitt im Rathaus, nur wenig später ließen er und sein Mann sich dann dauerhaft hier nieder.

Jetzt will Schmitt hier einen Film drehen, als Liebeserklärung an seine Wahl-Heimat. Inspiriert dazu habe ihn eine Führung am Tag des offenen Denkmals. „Es gibt so viele schöne Orte hier, in die man normalerweise gar nicht oder kaum reinkommt“, sagt Schmitt. Der Rathaussaal oder auch die Achatzkirche seien nur ein paar Beispiele dafür. Ursprünglich eine lose Idee, sei das passiert, was „in Wasserburg immer passiert“, so Schmitt. „Ich habe ein paar Leuten davon erzählt und schon stehen Leute da, die helfen wollen.“ Mit Markus Beham, Filmemacher aus Amerang, hätte plötzlich ein interessierter Kameramann bei ihm angeklopft. Meist in der Produktion von Werbespots tätig, habe er „einfach Lust auf einen Spielfilm gehabt“, erzählt Schmitt. „Dann war klar: Jetzt muss ich doch mal ein Drehbuch schreiben“, erzählt er mit einem Lachen.

Über Kontakte zum Theater wurden dann schnell auch die nötigen Schauspieler gefunden, darunter Eva Gottschaller und Anja Neukamm, welche die beiden Hauptrollen übernehmen werden. Der Kurzfilm mit dem Titel „Flüstern im Nebel“ solle dabei aber vor allem eins sein: ein Projekt von Wasserburg für Wasserburg. Es werde um „alles gehen, was Wasserburg ausmacht“. Etwas gruselig wird es dabei aber auch, denn es geht um Geister und um das Übernatürliche. Gedreht wird im Juni, erzählt Schmitt. Beinahe alle Szenen sollen in Wasserburg aufgenommen werden. In Absprache mit der Stadt und dem Stadtmanagement sogar in etwas „geheimeren“ Lokalitäten, wie dem alten Archiv im Rathaus. Unterstützung werde aber auch noch gesucht, so Schmitt. Gerade in den Bereichen Maske, Set-Design und Kostümbild.

Erster Eindruck bei
„Wasserburg leuchtet“

Am besten sei jemand aus dem Raum Wasserburg, der hier Erfahrung habe. Schließlich solle die kleine Liebeserklärung ein regionales Projekt bleiben. Einen ersten Eindruck vom Wasserburger Eigenprojekt sollen die Wasserburger dann bei „Wasserburg leuchtet“ im Herbst bekommen. Die Idee sei es, hier einen ersten Trailer zu zeigen.

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