Grünes Licht für Interimslösung

von Redaktion

Bauausschuss entscheidet zur FOS – Nach Abriss des Altbaus kommt ein Neubau mit heller Fassade

Wasserburg – Für 72 Millionen Euro und innerhalb von vier Jahren soll ein neuer Schulkomplex für die FOS/BOS entstehen. Das alte und in die Jahre gekommene Gebäude der FOS wird abgerissen, bis auf bereits sanierte Bereiche in der Ponschabaustraße.

Container-Bauten auf dem Parkplatz wird es nicht geben. Vielmehr erteilte der Bauausschuss Wasserburg in seiner jüngsten Sitzung am 15. April einstimmig das Einvernehmen für eine sogenannte Interimslösung für die Berufsschule sowie die notwendigen Parkplätze für den Schulbetrieb.

Für die Bauzeit
ausgelagert

Ein Teil der Berufsschulzweige (Kfz-Mechatronik und Modellbau) sowie Teile der praktischen Ausbildung der FOS/BOS werden für die Bauzeit in eine Gewerbehalle an der Ecke Priener Straße/Dirnecker Straße ausgelagert. Der restliche Schulbetrieb soll am Standort in der Ponschabaustraße verbleiben.

Konkret formulierte es das Rosenheimer Landratsamt in Bezug auf die geplante Interimsmaßnahme in der Recyclinghalle am Äußeren Dobl wie folgt: „Ausnahmsweise können Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke zugelassen werden. Die Schule ist eine Anlage für soziale Zwecke.“

Auf dem Hallengelände soll in den nächsten Monaten bereits ein Interimsschulparkplatz mit Shuttledienst zum Schulgebäude an der Ponschabaustraße eingerichtet werden. Im Anschluss soll es direkt mit Abriss und Neubau weitergehen. Der Startschuss soll nach den Sommerferien erfolgen, 2030 soll das Projekt abgeschlossen sein. Erste Details zum Neubau konnte Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann bereits nennen: Das Gebäude soll nicht zuletzt durch einen Aufzug Barrierefreiheit garantieren. Die Lehrerzimmer und Verwaltungsräume der FOS/BOS sind so geplant, dass sie sich räumlich in unmittelbarer Nähe zu den Lehrerzimmern und den Verwaltungsräumen der Berufsschule befinden. Werkstätten werden im Untergeschoss angesiedelt.

Eine begrünte Aufenthaltsfläche auf dem Dach soll Schüler und Lehrer zu Pausen einladen. Ebenso sind auf dem Flachdach Photovoltaikanlagen vorgesehen. Auch ein komplett neuer Innenhof soll künftig Aufenthaltsqualität garantieren – den gab es bislang überhaupt nicht. Die Farbgestaltung der Fassade solle „freundlicher“ gehalten werden als es beim direkt angrenzenden Gebäude der Berufsschule der Fall ist. Die in düsterem Schwarz gehaltene Fassade wird gern kritisiert, so auch in dieser Sitzung von Elisabeth Fischer (CSU). Deshalb zeigten sich die Mitglieder des Bauausschusses insgesamt erleichtert über die Information, dass die Fassade der neuen BOS allem Anschein nach in hellerem Holz gestaltet werden soll.

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