Landkreiswerk mit kommunaler Wärmeplanung beauftragt
Reichertsheim verfügt über ein Wärmenetz mit erneuerter Heizzentrale im Feuerwehrhaus. Foto Günster
Gemeinderat Reichertsheim gibt grünes Licht – Konnexitätszahlung von 34.800 Euro an die Kommune
Reichertsheim – Die Gemeinde Reichertsheim ist Mitglied im Mühldorfer Landkreiswerk. Erfreulicherweise bietet dieses an, die aktuell gesetzlich geforderte kommunale Wärmeplanung zu übernehmen. Dazu sagte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig Ja.
Weil das im Zusammenhang mit der staatlichen Förderung steht, erhält die Gemeinde dazu eine sogenannte Konnexitätszahlung entsprechend der Einwohner in Höhe von 34.800 Euro. Einsparungen bei den Kosten dafür seien möglich, falls ein Planungsbüro mehrere Gemeinden untersuchen könne. Hierzu erstellt das Landkreiswerk für seine Mitglieder einen Sammelauftrag. Ziel ist ein Überblick darüber, welche Energieträger zum Einsatz kommen und wo ein Wärmnetz sinnvoll sein könnte.
Das Landkreiswerk sieht sich dabei als Bindeglied zwischen Kommune und Planungsbüro, unterstützt bei der Datenbeschaffung etwa durch das Solarpotenzialkataster des Landkreises und Erhebungen der Schornsteinfeger. Zudem übernimmt es die Beteiligung der Öffentlichkeit und die erforderliche Kommunikation.
Lediglich die Beantragung der staatlichen Zuwendung bleibt Angelegenheit der Kommune. Die geschätzte Kostenverteilung ergibt etwa 20 Prozent dieser staatlichen Unterstützung für das Landkreiswerk und ungefähr 50 Prozent für das Planungsbüro mit weiteren Beteiligten.
Über den Rest könnte die Kommune frei verfügen oder dieses Geld im Landkreiswerk für künftige Projekte anlegen.
Ohne große Diskussion war der Gemeinderat dafür. Das Landkreiswerk plant nach der Beauftragung durch die Kommunen die Einholung von drei Angeboten.
Mittlerweile wurde bekannt, dass auch der VG- Partner Kirchdorf das Angebot des Landkreiswerkes einstimmig angenommen hat.