Neue Geräte für die Kleinsten

von Redaktion

Bauausschuss gibt grünes Licht – In die Jahre gekommener Spielplatz am Heisererplatz wird aufgehübscht

Wasserburg – Kinder bis sechs Jahre spielen am Heisererplatz, ältere toben am Palmanoplatz. Diese Aufteilung wird in der Altstadt gut angenommen. Doch der Kleinkinderspielplatz beim Durchgang am „Roten Turm“ ist deutlich in die Jahre gekommen. Für eine Neugestaltung stellte Harald Niederlöhner vom gleichnamigen Architekturbüro in Wasserburg dem Bauausschuss in der Sitzung am 15. April nun die Entwurfsplanung mit Kostenentwicklung genauer vor.

Drei neue
Bereiche

Der Spielplatz ist für Kinder im Alter von null bis fünf Jahren ausgelegt. Besonders wichtig sei, die „frühkindlichen Entwicklungsstufen zu betrachten sowie Haptik und Motorik der Kleinen im Rahmen der Spielmöglichkeiten und verschiedener Untergründe zu fördern“, so der Planer. Natürliche Elemente wie Baumstämme, Riesel, Sand und Findlinge aus Stein fügten sich in das umgebende Ensemble. Die Einzäunung werde gegebenenfalls ebenfalls erneuert: Statt eines Maschendrahtzauns wie bisher wird ein Staketenzaun präferiert. Der Zuweg ist barrierefrei gestaltet und garantiert Durchfahrt für Rollstuhlfahrer, Rollatoren und Kinderwagen. Der Innenbereich ist in drei Bereiche unterteilt:

• Der erste Bereich beinhaltet eine freistehende Bockrutsche auf Rieselbelag. Außerhalb des Sicherheitsbereichs befinden sich ein liegender Robinienstamm und zwei Findlinge.

• Der zweite Bereich besteht aus einem wassergebundenen Wegbelag. Zwei massive Sitzbänke ohne Lehnen machen den Zugang von beiden Seiten aus möglich. Der Bereich dient als Treffpunkt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Die Bänke werden durch ein Sonnensegel mit Stützen aus Robinienstämmen beschattet. Stehende Robinienstämme werden als Stelzen hergerichtet und laden die Kinder zum Klettern und Balancieren ein. Ein Halteseil garantiert die Sicherheit.

• Sandspiel ist im dritten Bereich vorgesehen. In Anlehnung an die mittelalterlichen Häuser der Stadt Wasserburg am Inn wird eine Kletter-Dach-Landschaft entstehen. Den Abschluss bildet eine Holzwand, die die Fassade der Altstadt stilisiert. Eine Wandseite wird farbig gestaltet, die andere bleibt naturbelassen. Drei Fensteröffnungen laden die Kids zum Durchschauen ein. Vier Stammstücke dienen als Tisch zum Spielen und können zudem auch zum Balancieren verwendet werden.

Die Kostenberechnung fällt aufgrund der Auswirkungen des Iran-Kriegs um zehn bis 20 Prozent höher aus. Niederlöhner erklärt, es seien demnach bis zur Umsetzung Preissenkungen möglich. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 70.000 Euro brutto.

Bevor die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig grünes Licht für die Instandsetzung und Neugestaltung gaben, war es vor allen Dingen Elisabeth Fischer (CSU) ein Anliegen, konkret auch für Babys und Kleinkinder bis zwei Jahre Angebote zu schaffen. Entsprechende Spielgeräte für diese Altersgruppe werden eingeplant.

Christian Stadler (Grüne) regte überdies an, ob der bisherige Wipp-Delfin und die bereits vorhandene gelbe Rutsche nicht erhalten bleiben könnten – möglicherweise mit einem neuen Anstrich, einer Beschichtung oder einer Folierung.

Frage nach
dem Platzbedarf

Niederlöhner entgegnete, gerade der Delfin als sich bewegendes dynamisches Spiel nehme viel Raum ein und besitze in etwa einen Radius von 1,30 Meter sowie einen Durchmesser von 2,70 Meter.

Hier stelle sich die Frage nach dem Platzbedarf, man werde aber auch diese Überlegung in die weitere Planung einbeziehen.

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