Aufsichtspflichtschulung beim TSV Obing

von Redaktion

Sportjugendleitung setzt auf Prävention – Weitere Seminare geplant

Obing – Die Bayerische Sportjugend (BSJ) organisierte mit dem TV Obing eine Schulung zur Aufsichtspflicht für Jugendleiter und Vereinsvorsitzende der Sportvereine im Landkreis Traunstein. Sie fand vor etwa 50 Anwesenden im Bürgerhaus in Obing statt. Kreisjugendvorsitzender Thomas Hoffmann erläuterte eingangs, man wolle mit diesem Abend, mit den Schwerpunkten Aufsichtspflicht und Jugendschutz, zur Verhinderung von Gewalt beitragen, die Teilnehmer für diese Themen sensibilisieren und erreichen, dass dieses Wissen anschließend auch in den einzelnen Vereinen weitergegeben wird. Als Referent führte Rechtsanwalt Markus Laymann durch die Versammlung. Unter die Aufsichtspflicht fielen die Auswahl und die Ausbildung der Jugendleiter, der Trainer und Übungsleiter. Diese seien gesetzlich verpflichtet, dem Verein alle fünf Jahre ein gültiges Führungszeugnis vorzulegen. Außerdem wurden die Rechtsgrundlagen und Rahmenbedingungen der Aufsichtspflicht vorgestellt und die rechtlichen Voraussetzungen von Haftung und Schadensersatz. Ein Thema waren auch die gesetzlichen Neuregelungen zum Jugendschutz vor Missbrauch und sexualisierter Gewalt.

Grundsätzlich hielt Referent Markus Laymann fest, im Allgemeinen reiche vernünftiges Denken und Handeln mit Sachkunde und Erfahrung, um gar nicht erst in eine brenzlige Situation zu kommen. Als weiteren Baustein der Vereinsunterstützung in der Jugendarbeit, nach dem Sportjugendforum am 28. März in Palling und nach dieser Schulung in Obing, wollen die Kreisjugendvorstandsmitglieder die Möglichkeiten der finanziellen Förderung aufzeigen. Eine Zuschussschulung wird von der stellvertretenden BSJ-Vorsitzenden Monika Morrison am Dienstag, 12. Mai, angeboten. Sie findet um 18 Uhr im Vereinsheim des TSV Heiligkreuz, Rupertistraße 35, in Trostberg statt. Informationen und Anmeldungen sind über die E-Mail-Anschrift hoffmann@bsj-traunstein.de möglich.

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