Endspurt zu Fachabitur und Abitur – Mobilität im Fokus – Ausstellung fördert Transparenz und Motivation
Die Schulzeit der Abschlussklassen an der FOS/BOS Wasserburg neigt sich mit rasendem Tempo dem Ende zu. Bereits Ende April werden die ersten mündlichen Prüfungen (Englisch) absolviert, im Zeitraum vom 15. bis zum 22. Mai folgen die schriftlichen Prüfungen in Deutsch, dem Profilfach (Physik, BWR beziehungsweise Pädagogik/Psychologie), Mathematik und Englisch. Diese Termine gelten sowohl für die 12. Klassen, die sich auf das Fachabitur, den Zugang zum Beispiel zu FH und TH, vorbereiten, als auch für die 13. Klassen, die mit ihrem Abschluss (allgemeines oder fachgebundenes Abitur) an der Uni studieren dürfen. Auf dem Weg zum Abitur ist von den 13. Klassen neben den herkömmlichen Leistungsnachweisen auch die Erstellung einer Seminararbeit, also einer wissenschaftlichen Arbeit, zu meistern. Dies ist ein arbeitsintensiver Prozess und so verwundert es kaum, dass das fertiggestellte Ergebnis stolz präsentiert werden will. Dies geschah durch eine Ausstellung der Seminararbeiten in Klassenzimmern der FOS/BOS. Diese Veranstaltung bildete den Abschluss des Seminarprozesses und bot Schülern die Möglichkeit, ihre Ergebnisse einer breiteren Schulgemeinschaft zu präsentieren. Gleichzeitig erhielten jüngere Jahrgangsstufen einen Einblick in Anforderungen, Themenvielfalt und Arbeitsweisen im Seminarfach. Das Überthema lautete in diesem Schuljahr Mobilität. Der Umstand, dass die Seminaristen in verschiedenen Ausbildungsrichtungen (Technik, Wirtschaft, Sozialwesen) beheimatet waren, spiegelte sich auch in der Bandbreite der Arbeiten wider. So wurde das Thema Mobilität in verschiedenster Weise interpretiert, je nach Interessen und Blickwinkel. Die Themen stammten dabei aus nahezu allen Fachbereichen, darunter Politik, Geschichte, Naturwissenschaften, Technik, Psychologie sowie weitere gesellschafts- und wirtschaftsbezogene Disziplinen. Es gab zum Beispiel Arbeiten zur Planung einer Wildtierbrücke, zur Geschichte und Technik des Transrapids, zum weiblichen Menstruationszyklus, zur Fortbewegung von Walen oder zum Oregon-Trail. Besonders hervorzuheben ist der Eigenanteil, bei dem funktionstüchtige Modelle, wissenschaftliche Umfragen, Musikstücke oder Kurzfilme und weitere Ergebnisse entstanden. Diese praktischen Anteile der Arbeiten machten die Ergebnisse für die Besucher der Ausstellung nachvollziehbar und förderten den Austausch. Die Ausstellung richtete sich an die unteren Jahrgangsstufen, insbesondere die 11. und 12. Klassen. Mit den Informationen – insbesondere aus persönlichen Gesprächen – zu möglichen Themenfeldern und zu Arbeitsaufwand und Zeitplanung bei der Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten bekamen die Jüngeren wertvolle Hinweise für ihre eigene zukünftige Seminararbeit. Ein besonderer Programmpunkt der Ausstellung waren Vorträge zu ausgewählten Seminararbeiten, wie beispielsweise bezüglich der Möglichkeit der Steigerung der Mobilität querschnittsgelähmter Personen mithilfe eines Implantats oder der Betrachtung neurologischer Grundlagen und Mobilität in Altenheimen. Die Ausstellung der Seminararbeiten verdeutlichte eindrucksvoll das Engagement, die Selbstständigkeit und die fachliche Kompetenz der angehenden Abiturienten. Fotos Simon Stechl/ Barbara Asanger