Sozialbeauftragte legen Rechenschaft ab

Bei der letzten Sitzung des alten Obinger Gemeinderats: (von links) Bürgermeister Josef Huber mit den Sozialbeauftragten der Gemeinde Obing, Fanni Mayer, Albert Löw, Kerstin Plank und Simon Voit (von links). Foto Künzerl-Hingerl

Bei der letzten Sitzung des alten Obinger Gemeinderats: (von links) Bürgermeister Josef Huber mit den Sozialbeauftragten der Gemeinde Obing, Fanni Mayer, Albert Löw, Kerstin Plank und Simon Voit (von links). Foto Künzerl-Hingerl

Berichte im Obinger Gemeinderat – Wunschzettel- und Ferienprogramm – Dank des Bürgermeisters

von Emmy Künzerl-Hingerl

Obing – In der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates Obing haben Bürger, Ratsmitglieder und Sozialbeauftragte ein breites Themenspektrum behandelt – von Verschmutzung im Straßenraum über eine Förderung für das Feuerwehrgerätehaus bis hin zu Berichten aus der Jugend-, Familien-, Behinderten- und Seniorenarbeit.

Den Auftakt bildete die Bürgersprechzeit, in der Franz Linner auf Unordnung und Verschmutzung in der Ameranger Straße hinwies. Bürgermeister Sepp Huber räumte ein, dass die Gemeinde bereits in Kooperation mit dem Landratsamt Traunstein an einer Lösung sowie an der Räumung des betreffenden Grundstücks arbeite.

Neue Beschilderung
erforderlich

Linner sprach zudem einen Austausch von Straßenbeschilderungen in höherer Anordnung an. Huber erklärte, dass aufgrund neuer Vorschriften eine neue Beschilderung notwendig sei und der Austausch der alten Schilder Zug um Zug erfolgen werde.

Vom Bürgermeister und der Verwaltung wurde ferner bekannt gegeben, dass die KfW-Förderbank im Rahmen des Förderprogramms „Zuschuss Heizungsförderung für Kommunen“ für die Erneuerung der Heizungsanlage im Feuerwehrgerätehaus Albertaich einen Zuschuss von maximal 37.534 Euro in Aussicht gestellt habe.

Bürgermeister Huber bedankte sich anschließend bei den Organisatorinnen der kürzlich im gesamten Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft durchgeführten Aktion „Zamrama Dama 2026“ – Ingrid Wimmer und Ingrid Mang, dem sogenannten „Team Ingrid“ – sowie bei allen weiteren Mitwirkenden. Gemeinderätin Ingrid Wimmer erläuterte in einem eigens vorbereiteten Video, wie sich das Projekt in den vergangenen sechs Jahren entwickelt habe. Das Projekt soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden.

Im weiteren Verlauf der Sitzung standen die Berichte der örtlichen Sozialbeauftragten auf der Tagesordnung. Gemeinderatsmitglied Albert Löw, der als Beauftragter für Jugend in Obing bestellt ist, berichtete ausführlich über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Diese hätten sich über die Beteiligung beim Vereinsjugendtag sowie an diversen Versammlungen und Veranstaltungen der Ortsvereine erstreckt. Mit dem JuZ Obing werde ein enger Austausch und eine sehr gute Zusammenarbeit gepflegt. Zusammen mit dem FC Bayern-Fanclub sei der Zaun beim Kindergarten neu gebaut worden, und man habe am Sporttag des TV Obing teilgenommen. Kerstin Plank, Familienbeauftragte der Gemeinde Obing, stellte die Aktionen vor, die von ihr und ihrem Team begleitet werden. Darunter falle die alljährliche Wunschzettelaktion zu Weihnachten, im Rahmen derer rund 90 bedürftige Personen im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft beschenkt worden seien, sowie das Projekt „Brot am Haken“. Auch am Ferienprogramm der Gemeinde habe man sich beteiligt. Der Dritte Bürgermeister Simon Voit übernahm in seiner Funktion als Behindertenbeauftragter die Berichterstattung. Er bedankte sich dafür, dass immer mehr gemeindliche Gebäude barrierefrei würden und die Barrierefreiheit auch bei Sanierungen von Bestandsgebäuden eingeplant werde – so etwa beim Umbau des Feuerwehrhauses in Frabertsham durch den Einbau eines Aufzuges. Im Zuge der Neugestaltung der B304 alt und des Dorfbereichs sei es ihm ein wichtiges Anliegen, diese Bereiche mit Leitsystemen und abgesenkten Bordsteinen zu gestalten. Er regte an, eventuelle Gefahrenstellen – wie etwa den Übergang von der Tagespflege, dem ehemaligen Kufnerhaus, in Richtung Edeka – bereits vorab durch Bordsteinabsenkungen zu beheben. Die Zweite Bürgermeisterin Fanni Mayer, die das Amt der Seniorenbeauftragten der Gemeinde Obing innehat, stellte in einem ausführlichen Bericht die Aktivitäten der vergangenen Monate vor. Ein Großteil der Seniorenarbeit werde mittlerweile durch das Quartiersmanagement abgedeckt. Mayer wies darauf hin, dass ein weiterer Kurs für den Umgang mit einem Rollator in der Tagespflege Weber stattfinden werde. Als Termin ist der Montag, 11. Mai, um 14 Uhr geplant. Anmeldungen sind unter der Telefonnummer 0151/ 44928940 bei Quartiersmanagerin Susanne Butkewitz oder unter 08624/879590 bei der Tagespflege Weber möglich. Mayer berichtete zudem, dass zusammen mit der Frauen-Union Traunstein Nord die stationäre Kurzzeitpflege am Klinikum in Trostberg besichtigt worden sei, die eine wichtige Versorgungslücke schließe. Ein weiteres Anliegen sei die Reaktivierung des Angebots „Essen auf Rädern“. Grundsätzlich wäre das Angebot möglich, scheitere derzeit jedoch daran, dass es noch keine Möglichkeit gebe, das zubereitete Essen an die Senioren zu liefern. Das Quartiersmanagement suche weiterhin nach Ehrenamtlichen, die das Essen ausliefern könnten. Interessierte können sich bei Susanne Butkewitz melden.

Konstituierende
Sitzung am 6. Mai

Fanni Mayer gab außerdem bekannt, dass sie künftig nicht mehr für das Amt der Seniorenbeauftragten zur Verfügung stehe.

Bürgermeister Huber schloss die Berichte mit einem Dank an alle Sozialbeauftragten für ihr Engagement in den vergangenen sechs Jahren ab. In der konstituierenden Sitzung am Mittwoch, 6. Mai, werden die Ämter der Sozialbeauftragten in gewohnter Weise weitergeführt oder neu besetzt.

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Samstag, 11. Juli 2026
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