Ländliche Idylle und städtische Nähe

Simon Zosseder und Alessandra Fusaro vor der Baustelle zu den neuen Padel-Plätzen in Wasserburg.

Simon Zosseder und Alessandra Fusaro vor der Baustelle zu den neuen Padel-Plätzen in Wasserburg.

Die ersten Padel-Plätze der Stadt entstehen am Wasserburg-Hotel

VON Marina Birkhof

Wasserburg – Simon Zosseder und Alessandra Fusaro fiebern dem neuen Sport-höhepunkt, der direkt hinter dem „Wasserburg-Hotel“ entsteht, bereits entgegen. In den Augen Zosseders, dem das Gelände gehört, sind die vier Plätze eine „ideale Aufwertung“ des Areals. Zu den vier Allwetter-Plätzen gesellt sich zudem ein Fußballplatz. Die Stadt stehe dem ganzen Projekt dem Unternehmer zufolge wohlwollend gegenüber.

Treffpunkt für
alle am Ortsrand

„Wir sehen das nicht nur als Bereicherung im sportlichen Sinne“, betont Zosseder. Ihm schweben an diesem Standort künftig diverse Events und Veranstaltungen zusammen mit dem „Wasserburg-Hotel“ und dem Restaurant „Alessandra cucina italiana“ vor.

Das Ziel: Einen gesellschaftlichen Treffpunkt für alle in ländlicher Idylle und doch in städtischer Nähe schaffen. „Dass wir die ersten sind, die das in Wasserburg realisieren, freut uns sehr“, pflichtet auch Alessandra Fusaro bei. Sie ist sich sicher, dass die neue Attraktion ein Gewinn für die Stadt ist und das Gewerbegebiet am Ortsrand lebendig macht.

Kombination aus
Bewegung und Spaß

Die neuen Freiluft-Plätze bieten die perfekte Kombination aus Bewegung und Spaß unter freiem Himmel. Padel – eine Mischung aus Tennis und Squash – hat seinen Ursprung in den 1960er-Jahren in Mexiko und ist in den vergangenen Jahren hauptsächlich in Spanien und auch in Italien populär geworden. Der Sport begeistert durch schnelle Ballwechsel, einfache Regeln und einen hohen Spaßfaktor. Gespielt wird meist im Doppel auf einem kleineren Feld mit Glaswänden, die aktiv ins Spiel einbezogen werden.

Ob spontane Matches mit Freunden, regelmäßiges Training und Turniere oder organisierte Events: Die Padel-Plätze sind individuell nutzbar und können ohne Vorkenntnisse ausprobiert werden. Von 8 bis 22 Uhr kann täglich gespielt werden. Schläger und Bälle stehen durch einen eigens dafür konzipierten Leih-Automaten zur Verfügung, eine Platzreservierung erfolgt online. Die Baustelle ist bereits in vollem Gange, die Eröffnung der Plätze ist im Juni angesetzt.

Auf die Idee, in Padel zu investieren, ist Zosseder durch einen Bekannten und begeisterten Padel-Spieler, gekommen. Denn zwischen der Halle in Vaterstetten und Oberaudorf sind Padel-Plätze in der Region eher rar gesät. So entstand der Einfall, in den neuen Trendsport einzusteigen.

Inklusive Duschen, Umkleiden und sanitären Anlagen belaufen sich die Gesamtkosten auf 450.000 Euro. Es wird einen Automaten mit Getränken und Snacks geben, für weitere kulinarische Versorgung sorgt das nur wenige Meter entfernte Restaurant von Alessandra Fusaro. Zosseder entschloss sich, nicht nur in Wasserburg Am Burgfrieden, sondern auch zeitgleich in direkter Nähe der Sportbund-Rosenheim-Tennisabteilung in der Pürstlingstraße jeweils vier rechteckige Padel-Plätze auf zehn mal zwanzig Meter zu bauen. Hier ist die Fertigstellung im Mai geplant.

Betrieben werden beide Standorte von Oskar Männer und Alexander von Pfuel von „We Padel“ aus Neuötting. Sie besitzen bereits eine Halle in Mühldorf und freuen sich über die Kooperation mit der Firma Zosseder in Rosenheim und Wasserburg. Als hauptberuflicher Tennistrainer liegt ihm der Trendsport Padel in seiner Ausübung nahe.

Oskar Männer freut sich, dass der Ballsport zunehmend Gefallen in der breiten Bevölkerung und auch in der Region findet: „Die Leute, die auf die Anlage kommen und Padel zum ersten Mal ausprobieren, sind durch die Bank begeistert. Wir sehen eine positive Entwicklung. Beim Padel geht‘s nicht nur um den reinen Sport an sich, sondern auch um den Aufbau einer Community. Mit Ballsporterfahrung tun sich Spieler natürlich leichter, aber jahrelanges Training ist unnötig. Padel kann jeder schnell und einfach lernen. Sportklamotten und Tennis- oder Sportschuhe mit seitlich stabilem Halt – schon kann‘s losgehen.“

Fokus auf
den Details

Der Bau an sich erfolgt flotten Schrittes, in nur wenigen Wochen. Oskar Männer weiß, dass der Fokus auf den Details liegt: „Das Sportplatzniveau muss gegeben sein, die Spielfläche gerade und wasserdurchlässig. Allwetter-Plätze sind zwar ganze Jahr über bespielbar, sie sollten nach einem Regenguss aber vor der nächsten Nutzung abtrocknen. Bei Schnee und Eis kann nicht gespielt werden.“

Padel boomt – auch in der Region: In Bad Aibling will die Sportschule Goodball eine neue Tennishalle im Sportpark errichten, zusätzlich sollen Plätze für die Trendsportart Padel entstehen. In Steppach in Edling sollen auch Padel-Tennis-Plätze gebaut werden.

Vier Courts
in Seenähe

In seiner jüngsten Sitzung im April hat der Gemeinderat den Bauantrag zu vier Plätzen Am Sonnenpoint genehmigt. Der Priener Marktgemeinderat gab im April ebenfalls grünes Licht für die Entstehung von vier neuen Padel-Courts in Seenähe.

<p>Die Baustelle zu den Padel-Courts hinter dem „Wasserburg-Hotel“ aus der Vogelperspektive. Fotos Birkhof</p>

Die Baustelle zu den Padel-Courts hinter dem „Wasserburg-Hotel“ aus der Vogelperspektive. Fotos Birkhof

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Samstag, 11. Juli 2026
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