Nachruf

von Redaktion

Nußbaum/Rechtmehring – Josef Bauer wurde am 11. Mai 1950 in Nußbaum bei Rechtmehring geboren. Nach dem Besuch der Grund- und Hauptschule in Rechtmehring absolvierte der „Krieger Spitz“, so nannten ihn viele, eine Ausbildung als Schmied bei der Firma Schmid in Rechtmehring.

Dort verbrachte er bis zum Jahr 2012 sein gesamtes Arbeitsleben, das nur von der 18-monatigen Bundeswehrzeit in Mengen und Erding unterbrochen war.

Bei der Firma Schmid war er als Spengler sowie beim Einbau und der Reparatur von Melkmaschinen beschäftigt. Dies bedeutete auch oftmals Einsätze an Wochenenden und Feiertagen.

Bereits im Alter von 18 Jahren schlug das Schicksal zu, denn sein Vater verstarb mit gerade einmal 44 Jahren. Seine Mutter Maria und die vier Söhne Englbert, Anton, Josef und Gerhard waren auf sich allein gestellt. Die Buben bewirtschafteten die Felder, versorgten das Vieh und versuchten mit ihrer verwitweten Mutter alles am Laufen zu halten. 1970 lernte Josef Bauer seine spätere Ehefrau Gundi kennen. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Markus, Stefan und Verena hervor.

Der ihm von der vorherigen Generation übergebene Wald war ihm sehr wichtig. Trotz Stürmen, Schneebruch, Hagel und Dürren hegte er diesen und pflanzte auch stetig die Bäume neu.

Spitz war ein geselliger Mensch. Man traf ihn bei Spielen seines Lieblingsvereins, dem SC 66 Rechtmehring, beim Wirt z`Brandstätt, Grillfesten und weiteren Veranstaltungen. Beim Schützenverein Hubertus Brandstätt war er lange Jahre Zweiter Schützenmeister. Schützenmeister Alois Kainz würdigte dies am Grab entsprechend. Mitglied war er zudem bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Rechtmehring und der Marianischen Männerkongregation. Besondere Freude machte ihm auch das Kegeln mit den Chaoten-Keglern.

Seine sechs Enkelkinder waren ihm eine große Freude, die ihm ans Herz gewachsen waren. Er spielte, baute und bastelte mit ihnen. Er fuhr sie zu den Fußballspielen und unterstützte die Gardeauftritte seiner Enkelinnen. Er fuhr gerne mit seinem Eicher, war handwerklich sehr geschickt und arbeitete auch im Rentenalter tagtäglich in seinem Takt. Wenn ihn mal etwas ärgerte oder nicht auf Anhieb funktionierte, konnte er auch mal stur werden. Vom Jahr 2016 an hatte er gesundheitliche Probleme mit seinen Knien und seinem Herz. Er ließ sich nicht unterkriegen und hatte mit ärztlicher Hilfe scheinbar alles im Griff. Auch für dieses Jahr hatte er sich viele Projekte überlegt, vom Treppengeländer bis zum Pflastertausch.

Im Jahr 2023 feierten Gundi und er die goldene Hochzeit im kleinen Kreis in Birkenstein.

Am Tag vor seinem überraschenden Tod besuchte er noch die Kini-Feier des Schützenvereins Brandstätt. Nichts deutete darauf hin, dass er so plötzlich aus dem Leben gerissen wird. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen und dem Einsatz der Notärztin verstarb er am 10. April im Ebersberger Krankenhaus. Der Schock vor allem bei den Angehörigen sitzt tief, weil dies ohne Vorwarnung passierte.

Der Beerdigung auf dem Rechtmehringer Kirchenfriedhof wohnte eine sehr große Trauergemeinde, unter anderem viele auch ehemalige Arbeitskollegen und zahllose Kunden und Landwirte, bei.fxm

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