Für den Herzenswunsch

von Redaktion

Albertaicher Frauen sammeln Spenden für Hospizmobil

Obing/Albertaich – Eine besondere Spende für ein besonderes Projekt: Die Frauengemeinschaft Albertaich hat beim Klopfersingen rund 2.000 Euro gesammelt und nun an das Herzenswunsch-Hospizmobil übergeben. „Weil wir finden, dass das eine gute Sache ist“, brachte Vorsitzende Monika Mitter das Engagement auf den Punkt. Im Rahmen der Übergabe stellte Kreisbereitschaftsleiter Florian Haller die Arbeit des ehrenamtlichen Teams vor. Ziel des Projekts ist es, schwer kranken Menschen einen letzten Herzenswunsch zu erfüllen. „Das kann beispielsweise ein Besuch in einer geliebten Urlaubsregion, bei Verwandten oder auch ein Fußballspiel sein“, erklärte Haller.

Sauerstoffgerät und
Notfallausrüstung

Oft scheitern solche Wünsche an der eingeschränkten Mobilität und dem Gesundheitszustand der Betroffenen, die mit herkömmlichen Transportmitteln nicht mehr reisen können.

Hier setzt das Herzenswunsch-Hospizmobil an. Als voll ausgestatteter Krankenwagen mit Tragestuhl, Pflegetrage, Sauerstoffgerät und Notfallausrüstung ermöglicht es komfortable Fahrten – sowohl im Sitzen als auch im Liegen, selbst über längere Strecken. Das Angebot richtet sich an Menschen aus dem Berchtesgadener Land und dem Landkreis Traunstein. Die Bandbreite der erfüllten Wünsche ist groß. Manchmal sind es nur wenige hundert Meter, etwa um ein letztes Mal die vertrauten Kirchenglocken zu hören.

In anderen Fällen führen die Fahrten weit über die Region hinaus – bis nach Schweden, wo zwei schwerstkranke Geschwister noch einmal zusammengebracht werden konnten, oder nach Italien, Kroatien und Rumänien. Besonders häufig sei der Wunsch, ein letztes Mal das Meer zu sehen, berichtete Haller. „Mitmachen kann jeder, der sein Herz am rechten Fleck hat“, betonte er.

Im ehrenamtlichen Einsatz sind sowohl medizinische Fachkräfte als auch engagierte Begleiter. Die Fahrten sind für die Patienten kostenfrei und werden ausschließlich durch Spenden ermöglicht.

Die Albertaicher Frauengemeinschaft zeigte sich beeindruckt von dem Projekt. Der Ansatz, schwer kranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase noch einmal Freude zu bereiten, gehe zu Herzen – und genau dafür wolle man mit der Spende einen Beitrag leisten.

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