Haag – Die Planungen und erste Vorarbeiten zur Erneuerung des Gipfelkreuzes auf der Mauk sind im vollen Gange. Bereits seit 1967 steht ein hölzernes Kreuz auf dem östlichsten Gipfel des Wilden Kaisers, der Maukspitze mit 2.231 Metern Höhe. Zu Fuße liegt ihr der Talort Going, mit dem bekannten Gasthaus „Zum Stanglwirt“.
Ein gutes Dutzend an Vereinsmitgliedern der Sektion Haag stellte sich vor fast 60 Jahren der Herausforderung, ein Gipfelkreuz aufzustellen.
Mühsamer
Genehmigungsprozess
So begannen 1966 mit der Beschaffung der Holzbalken die Vorbereitungen. Mühsam, so erzählt Alois Kern, einer der einstigen Aufsteller, sei der Genehmigungsprozess mit den österreichischen Behörden gewesen: „Aber wir waren hartnäckig!“ Im Sommer schafften viele Mitglieder der Sektion Werkzeug, Sand, Zement, Wasser, Material für den Blitzableiter sowie zwei U-Schienen, rund 60 Kilogramm schwer, auf den Berg, um ein stabiles Fundament zu erstellen. Selbst die Verpflegung für die Arbeitseinsätze trug man auf dem Rücken nach oben.
In den Wintermonaten 66/67 tüftelten die wagemutigen Aufsteller an einem Plan zum Transport des 3,50 Meter langen Holzbalkens auf den Gipfel. Mit einem selbst geschweißten Transportwagen konnte der Längsbalken bis zum Schneefeld halb gezogen, halb getragen werden. Der restliche Transport erfolgte durch händisches Tragen und mittels eigens erbauter Materialseilbahn. Leider misslang der erste Versuch und der Balken stürzte ab. Trotz dieses Rückschlages ließ man sich nicht entmutigen.
Am 26. August 1967 gelang es schließlich, das Kreuz aufzustellen. Verglichen mit heutiger Ausrüstung und Materialien war dieses Vorhaben eine herausragende Leistung. Und jeder, der schon mal den Weg zur Maukspitze angetreten hat, kann erahnen was die Mitglieder damals für Strapazen auf sich genommen haben, damit die Haager auf ein eigenes Gipfelkreuz stolz sein können. Wind und Wetter haben in den letzten 60 Jahren nun doch deutliche Spuren hinterlassen.
In der Sektion entstand der Wunsch, ein neues Kreuz aufzustellen. Eine Gruppe von jüngeren Mitgliedern um den stellvertretenden Vorsitzenden Toni Oberkandler nahm sich der Erneuerung des Gipfelkreuzes an. Als gemeinsames Projekt mit der Landjugend aus Going, zu der ein freundschaftliches Verhältnis besteht, soll dies bewerkstelligt werden. Erste Vorbereitungen laufen bereits seit 2025. So bestieg man gemeinsam den Gipfel, um Maß zu nehmen, die Festigkeit des Fundamentes zu kontrollieren und die Pläne zu verfeinern. Das neue Kreuz wird aus Lärchenholzbalken bestehen und Alois Kern, einstiger Erstaufsteller, ließ es sich nicht nehmen, wieder als Sponsor einzustehen. Zur weiteren Bearbeitung sind die Balken bereits zur Goinger Landjugend nach Tirol transportiert worden. Vor dem Sommersonnwend-Wochenende ist der Transport zur Ackerlhütte geplant.
Die Segnung durch Diakon Andreas Klein wird am Sonntag, 21. Juni, um 11 Uhr vorgenommen. Das Aufstellen des neuen Kreuzes am Gipfel erfolgt in den Tagen beziehungsweise Wochen danach.
Per Hubschrauber
zum Gipfel
Aus logistischen und sicherheitstechnischen Gründen entschied man sich, das Kreuz letztlich per Hubschrauber auf den Gipfel zu bringen und zu befestigen. Die Alpenvereins-Sektion Haag hofft nun auf schönes Wetter und möchte alle Bergbegeisterten zur Segnung herzlich einladen.