Schulerweiterung, Brunnen und Sanierungen

von Redaktion

Bürgerversammlung in Rechtmehring – Laufende und geplante Projekte

Rechtmehring – Recht überschaubar war der Besuch der diesjährigen Bürgerversammlung beim Kirchenwirt in Rechtmehring. Es lag sicher auch an der Terminüberschneidung mit dem Kesselfleischessen des Rechtmehringer Burschenvereins im nahen Reit.

Sebastian Linner war zum Zeitpunkt der Bürgerversammlung noch im Amt. Er informierte von einem stetigen Bevölkerungswachstum. Dies beträgt über 1,3 Prozent pro Jahr, so wurde am Tisch nachgerechnet.

Sieben Mitarbeiter
für den Bauhof

Insgesamt sind sieben Mitarbeiter im Bauhof beschäftigt, die mit einem mittlerweile recht umfangreichen Fuhrpark arbeiten. Vorbei sind die Zeiten, als es ein Gemeindearbeiter war, der mit seinem eigenen kleinen Eicher-Traktor alle Arbeiten erledigte. Andere Gemeinden erledigen alles überbetrieblich, was sich Linner nicht vorstellen kann. Aber es funktioniert anscheindend.

Die Grundschule beherbergt die Klassen eins bis vier und wird derzeit mit einem Aufwand von rund 700.000 Euro nach Westen erweitert. „Es kann leicht sein, dass wir in diesem Jahr aufgrund der Schülerzahl zwei erste Klassen haben“, so Linner.

150-jähriges
Gründungsfest

Der Bau des Bushäuschens in Au an der B15 kostete über 100.000 Euro. Die Mittagsbetreuung in der Grundschule bewerkstelligen vier Mitarbeiterinnen, es verbleibt ein Defizit der Gemeinde von rund 30.000 Euro. Der Anbau des Feuerwehrhauses für die Feuerwehr Rechtmehring-Rosenberg wurde kurz dargestellt. Unabhängig davon feiert die Wehr in diesem Jahr ihr 150-jähriges Gründungsfest. Neben der Feuerwehr Schleefeld ist die Gemeinde auch teilweise für die Feuerwehr Allmannsau verantwortlich, die im nächsten Jahr ihr 150-jähriges Gründungsfest begeht.

Das Regenrückhaltebecken für rund 360.000 Euro kommt in die Senke in der Nähe des Sportplatzes. Demnächst erfolgt die dritte Versuchsbohrung für einen zweiten Trinkwasserbrunnen im Wald zwischen Holzkram und Fislarn. „Daumen drücken“, so der Bürgermeister. Der Wasserstand des derzeitigen Brunnens sei so niedrig wie lange nicht, so Linner. Die Wasserversorgung hat ein neues Fahrzeug bekommen, nachdem man beim alten Fahrzeug plötzlich mit der Hand durch die Seitenwand fahren konnte, so Linner schmunzelnd. Die Sanierung der Steinweger Straße in Hart wird etwa 1,6 Millionen Euro kosten. Eine Umlage auf die Anlieger erfolgt nicht. Die Bankette einiger Gemeindestraßen wurden versuchsweise betoniert, was sich bis jetzt als recht erfolgreich herausgestellt hätte. Nach Homberg und nach Hintersberg wurde eine Spritzdecke aufgebracht. Die Straße von Linnern nach Brunnthal wurde mit einer „richtigen“ Teerdecke geteert.

Der Ofen der Hackschnitzelheizung muss ausgetauscht werden. Es werden nun zwei Öfen einbaut für rund 180.000 Euro.

Auf dem Parkplatz des früheren Postwirtes hat nun die Deutsche Post eine Paket- und Poststation eingerichtet.

Markus Bauer stellte die Aktivitäten für das künftige Heimatbuch vor, das zum 1225-jährigen Jubiläum der Gemeinde erscheinen wird.

Landrat Max Heimerl umriss kurz die Landkreispolitik. Vor allem die Gesundheitsreform mache ihm Sorgen, da doch die Finanzierung der Krankenhäuser wieder knapper werde. Er bedankte sich beim nun ehemaligen Bürgermeister Sebastian Linner für die gute Zusammenarbeit und meinte, mit seiner Nachfolgerin werde es wohl ähnlich werden. „Ein Bürger kann sich den Bürgermeister aussuchen, aber der Bürgermeister sich die Bürger nicht.“ Aber hier beglückwünschte er ihn zu offensichtlich zufriedenen Bürgern.

Heimerl informierte über die Straßensanierungen. Im Herbst wird vom Kreisverkehr über Freimehring bis zur Gemeindegrenze nach Albaching saniert und geteert. Ein Freimehringer Bürger wies auf das sehr schwierige Einbiegen von der Bergstraße in die Kreisstraße hin, wenn man links abbiegen wolle. Heimerl kannte die Situation nicht und notierte sich vom Anlieger die Telefonnummer, damit er der Sache nachgehen kann.

Zudem wird die Nasenbachbrücke an der Straße MÜ43 nach Schleefeld saniert mit entsprechenden Umleitungen. Zur fast süffisanten Nachfrage nach den Terminen für die beiden Sanierungen antwortete er: „Die Nasenbachbrücke wird von Mai bis 21. August saniert und die MÜ32 Richtung Albaching ab Ende August.“ Etwas eng, diese Puffer, war als leichtes Raunen der Besucher zu vernehmen.

Nach den relativ kurz gehaltenen Vorträgen schlossen sich dann doch weitere Fragen der Bürger an. Wie sich die Schieflage des Bankhauses RSA auf die Gewerbesteuer auswirken werde?

Lob für neuen
Rad- und Fußweg

Linner meinte, man könne hier noch nicht viel sagen, aber es werde sicher deutliche Einschnitte geben. Nach einer Rückzahlung sehe es derzeit nicht aus. Der Rückgang sei einkalkuliert.

Der relativ neu errichtete Fuß- und Radweg vom Kreisverkehr Richtung Schule wurde grundsätzlich gelobt. Es wurde angeregt, dass die Steine entfernt oder nach einem hoffentlich bald einsetzenden Regen eingewalzt werden. Linner meinte, die Anregung kam schon mal, und man werde das erledigen, sobald der Weg wieder so weich ist, dass ein Einwalzen möglich ist.

Bürgerbus ist
beschlossene Sache

Ein Besucher merkte bezüglich der Terminüberschneidung mit dem Kesselfleischessen an, ob und warum das mit den bekannten Terminen auf der Homepage und dem Vereinsvorständetreffen nicht geklappt hat. Sebastian Linner meinte, die Terminüberschneidung sei unglücklich und könne man jetzt nicht mehr ändern. Man hätte aber auch das Kesselfleischessen beispielweise auf einen Dienstag verlegen können.

Der Bürgerbus ist auf Nachfrage beschlossene Sache, so Linner auf Nachfrage. Die Umgehungsstraße ist vorerst kein Thema, so Linner.

Ehrungen für ausgezeichnete Abschlüsse und besonderes Engagement

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