Wider die Vereinsamung im Alter
Die Helferinnen backten zahlreiche Kuchen und Torten. Foto Helm
Rotter Seniorencafé soll künftig monatlich stattfinden
Rott – Bereits zum zweiten Mal fand unlängst das Seniorencafé 65+ statt. Die Tische waren liebevoll gedeckt, festlich mit Servietten dekoriert, die kleine Drachen darstellten. Ein reichhaltiges Kuchen- und Tortenbuffet war bereit, um die Senioren zu verwöhnen. Zahlreiche Helferinnen bedienten mit Kaffee, Wasser oder Kuchen. Die Kuchen und Torten waren von den Helferinnen selbst gebacken. Es gab Leckeres wie Erdbeerroulade, Eierlikörkuchen, Nusskuchen und vieles mehr. Das Seniorencafé geht auf eine Initiative des Seniorenbeirates zurück. Der Seniorenbauftragte der Gemeinde, Karl-Heinz Linnerer, erläutert, um was es ihm ging. Die größte Gefahr im Alter sei die Vereinsamung. Die Menschen würden gebrechlicher, sie hörten teilweise schlechter, auch das Sehen lasse nach. Die Welt werde kleiner, der oder die Betroffene zögen sich zurück und blieben lieber in den eigenen vier Wänden. Dem soll ein monatliches Seniorencafé entgegenwirken. Und die Senioren genossen es sichtlich, man ist unter sich und tauscht sich aus. Resi Moser sang sogar das Rotter Lied aus dem Jahr 1940, ein Lied, dass die Schönheit von Rott besingt und ohne Resi Moser schon längst vergessen wäre.
Der Seniorenbeirat hatte einen Aufruf im Januar gestartet und um Mithilfe gebeten. Spontan hatte sich ein Helferkreis gebildet. Und das Engagement kam an. Die Senioren, die das Seniorencafé genießen, wurden immer mehr. Das freute auch Gemeinderat und Referent für Senioren und Soziales Christoph Sewald, der alle herzlich begrüßte. Das Seniorencafé soll eine feste Einrichtung werden und immer am letzten Donnerstag im Monat stattfinden. Das nächste Seniorencafé ist am Donnerstag, 28. Mai, von 14 bis 16 Uhr. Einen Wunsch hatte der Seniorenbeauftragte der Gemeinde noch: Es sollten sich auch die Männer trauen, zu kommen. Es könne ihm keiner erzählen, dass ältere Männer keine Torte und Kuchen mögen.