Das Nachtleben der Stadt bereichern

Noch laufen Umbau- und Renovierungsarbeiten für die künftige Weinbar im Brucktor. Foto Birkhof

Noch laufen Umbau- und Renovierungsarbeiten für die künftige Weinbar im Brucktor. Foto Birkhof

Drei Wasserburger Fußballer beleben das Brucktor neu und eröffnen dort im Juli die Weinbar „Pontora“. Mit einem italienisch-französischen Konzept und dem Fokus auf südländische Rebsorten soll die neue Bar das gastronomische Angebot der Stadt vor den Toren der Altstadt sinnvoll ergänzen.

von Marina Birkhof

Wasserburg – Kevin Klammer, Thomas Urbaniak und Fabian Worm stecken hinter der Idee, eine Weinbar im Brucktor zu eröffnen. „Pontora“ soll sie heißen und das Konzept ist italienisch-französisch angehaucht, wie Fabian Worm im Namen der drei künftigen Betreiber erklärt.

Gemeinsame
Leidenschaft

Es verbinde das südländische Flair der „nördlichsten Stadt Italiens“, wie Wasserburg gern genannt wird, mit der gemeinsamen Leidenschaft der Barbetreiber für hochwertige Weine und besondere Genussmomente. Das gastronomische Angebot in Wasserburg sei in den Augen Fabian Worms bereits vielfältig und hochwertig: „Die Weinbar versteht sich daher bewusst als Ergänzung – mit einem klaren Fokus auf französische und italienische Weine, die die stilistische Linie der Bar prägen sollen.“

Die Idee, die leer stehende Fläche im Brucktor neu zu beleben, entstand aus der Überzeugung heraus, dass „dieser besondere Ort enormes Potenzial besitzt“. Ziel ist es nun, die einzigartige Lage und das historische Gewölbe für die Stadt Wasserburg langfristig weiterzuentwickeln und für die Menschen erlebbar zu machen.

Aus der ersten Idee entwickelten sich konkrete Pläne – und die drei machten Nägel mit Köpfen: Es folgte eine Nutzungsänderung bei der Stadt als Eigentümerin des Gebäudes von Verkaufs- und Gewerbefläche in eine erstmals gastronomische Nutzung.

Die Verwaltung zeigte sich dem Vorhaben gegenüber sehr aufgeschlossen, bekräftigt Wasserburgs Stadtkämmerer, Robert Mayerhofer: „Die Entscheidung über die Neuvermietung der Fläche zum 1. Oktober ist im vergangenen Jahr in einer Sitzung im Haupt- und Finanzausschuss gefallen. Der Standort im Brucktor ist außergewöhnlich, besitzt aber gleichermaßen einen gewissen Reiz, weil er direkt am Stadttor an der Einfahrt in die Altstadt liegt. Die neue Bar bietet Platz für bis zu 45 Gäste. Das Vorhaben hat Stil und Qualität. Es freut uns, dass wir die Herren für das Projekt gewinnen konnten.“

Aktuell stecken die Neu-Wirte, die man sonst eher von der Fußballabteilung des TSV 1880 Wasserburg kennt, mitten in den Umbau-, Installations- und Renovierungsarbeiten. Die „Pontora“-Weinbar am Inn nimmt Schritt für Schritt Gestalt an. Die offizielle Eröffnung ist im Juli geplant.

Das Konzept orientiert sich an einer klassischen Weinbar mit Stehtischen und Sitzmöglichkeiten sowohl im Innenbereich als auch unter den Arkaden im Außenbereich. „Wir möchten einen Ort schaffen, an dem man nach der Arbeit oder nach einem Abend in der Stadt noch zusammenkommt – für ein Glas Wein, einen Aperitif und einen entspannten Ausklang des Tages“, erklärt Fabian Worm.

Die Öffnungszeiten werden sich zunächst auf Donnerstag bis Sonntag konzentrieren. Dabei soll bewusst flexibel auf Witterung, Saison und Veranstaltungen in der Stadt reagiert werden. Auch kleinere Events oder geschlossene Gesellschaften sind vorgesehen.

Ergänzend zum Getränkeangebot wird es eine bewusst reduzierte, aber hochwertige Auswahl an Speisen geben – darunter französische Käsespezialitäten, italienische Salami sowie ausgewählte Brotzeitvarianten, jeweils passend zur Ausrichtung der Bar. Im Team ist umfangreiche Gastronomieerfahrung vorhanden – sowohl durch langjährige praktische Tätigkeit als auch durch die enge Einbindung erfahrener Unterstützung im operativen Betrieb.

Engagement und
klares Konzept

Ihr übergeordnetes Ziel haben die drei Wirte vor Augen: das „Tor zur Stadt“ als besonderen Ort für Wasserburg neu zu beleben, das gastronomische Angebot zu erweitern und sinnvoll zu ergänzen sowie auch das etwas eingeschlafene Nachtleben in Wasserburg zu bereichern. Mit viel Engagement und einem klaren Konzept möchten die Betreiber einen Treffpunkt schaffen, der sich langfristig in der Stadt etabliert.

<p>In der neuen Bar: (von links) Fabian Worm, Kevin Klammer und Thomas Urbaniak. Foto privat</p>

In der neuen Bar: (von links) Fabian Worm, Kevin Klammer und Thomas Urbaniak. Foto privat

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Freitag, 10. Juli 2026
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