Wasserburg – Es ist ein leidiges Thema, mit dem sich die Verantwortlichen des Frühlingsfestes pünktlich zur Festzeit alle Jahre wieder beschäftigen müssen: Das bei Jung und Alt beliebte Volksfest zieht Gäste aus der gesamten Region an – und die müssen irgendwo parken.
Viele fahren
noch selbst
Es gibt zwar neben dem Stadtbus auch eigens für das Fest ins Leben gerufene Buslinien, die die direkte Umgebung im Wasserburger Altlandkreis bedienen, dennoch wählen viele den eigenen Wagen, um zum Frühlingsfest und wieder nach Hause zu gelangen.
Das sorgt nicht selten für chaotische Situationen rund um den Festplatz, der mit seiner prädestinierten Lage am Ortsrand ohnehin nur über eine Straße erreichbar ist. Entlang der Alkorstraße in Richtung Badria sind zwar zahlreiche Parkplätze vorhanden. Die sind aber vor allem am ersten Tag des Einzugs, wenn zu den Besucherfahrzeugen auch noch die Oldtimer des Festzuges dazukommen, sowie an den Abenden und den Wochenenden oft sehr rasch belegt.
Hinzu kommt werktags der Betrieb an den Supermärkten, Läden und Firmen in unmittelbarer Nähe, die ihre Parkplätze für ihre eigenen Kunden freihalten möchten. Im vergangenen Jahr wurde vorgesorgt – und ein neuer Parkplatz zwischen der Priener Straße und dem Brummicenter ins Leben gerufen. Keine zehn Gehminuten vom Festplatz entfernt. Die meisten Autofahrer bekamen die neue Parkmöglichkeit bislang jedoch nur am Wochenende zu Gesicht. Da vielen der Standort gar nicht geläufig war und Hinweisschilder eher klein ausfielen, wurde nachjustiert: mit einer größeren und eindeutigeren Beschilderung, damit die Festbesucher auch gleich auf den korrekten Pfad geleitet werden.
Auch heuer sollen die Hinweisschilder eindeutig ausfallen und die Besucher unmissverständlich an die richtige Stelle lotsen, weiß Anna Schmaderer vom Wasserburger Wirtschafts-Förderung-Verband (WFV): „Im vergangenen Jahr wurde der Parkplatz bereits gut angenommen von jenen, die davon wussten. Diejenigen, denen diese Option zum Parken bislang noch nicht geläufig war, sind gerne aufgefordert, ihr Auto dort stehen zu lassen.“
Erfreulich in den Augen der Veranstalter: Denn die unübersichtliche Parkplatzlage am Badria stellte in den vergangenen Jahren einen Knackpunkt dar. Aus Badria-Betriebsleiter-Sicht sei die Situation „kaum tragbar“: Die Busspur werde zugeparkt, Parkverbotsschilder würden ignoriert und gerade am ersten Tag seien die Flächen vor der Stadtkapelle und in Richtung Sportplatz wild mit parkenden Autos besetzt, ließ er in der vergangenen Halbzeit-Bilanz verlauten.
Schmaderer dazu: „Die Situation mit den Bussen wird insofern entzerrt, dass die Land-Busse heuer in der Schmerbeckstraße halten. Der Stadtbus selbst fährt die Haltestelle am Badria nur mehr bis 18 Uhr an, danach hält er am McDonald’s.“
Auch an der Beschilderung werde gefeilt: Badria-Besucher gingen davon aus, sie dürften nur mehr fünf Stunden parken, dabei ist mit dem Begriff „5 h“ die Uhrzeit am frühen Morgen gemeint – also Parkverbot ab fünf Uhr in der Früh. Diese Formulierung sorgte einmal mehr für Verwirrung.
Dennoch stelle diese Bezeichnung Schmaderer zufolge die „offiziell korrekte Form“ dar. Deshalb wolle man heuer auf das zwar korrekte, aber missverständliche „h“ verzichten und dafür Datum und ganze Tage auf den Schildern notieren.
Startschuss mit
Festzug am 13. Mai
Am Mittwochabend, 13. Mai, läutet der traditionelle Festzug durch die Altstadt bis zum Festplatz den Start der Frühlingsfestzeit ein. 1.300 Teilnehmer haben sich laut WFV-Angaben angemeldet. Bis Montag, 25. Mai, befindet sich die Innstadt dann wieder voll und ganz im Volksfestmodus. Alle Infos gibt es auf der Homepage des Frühlingsfests.