„Damals herrschte blankes Entsetzen“

von Redaktion

Frauen-Arbeitskreis des AELF besucht Obinger Sturmflächen

Obing – Viele Waldbesitzer rund um Obing können sich an den 28. Juli 2021 nur schmerzhaft erinnern: Um die Mittagszeit fegte ein Orkan über die Landschaft und hinterließ ein Bild der Verwüstung. Genau hier trifft sich am 20. Mai der Arbeitskreis „Frauen im Wald“, veranstaltet von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Traunstein und Töging. Was ist in den vergangenen knapp fünf Jahren auf den zerstörten Waldflächen passiert? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Waldbegehung mit erfahrenen AELF-Försterinnen.

Brachiale Zerstörung rund um Obing: Die Staatstraße 2094 von Obing nach Seebruck, gesäumt von Ästen, Blättern und vom Sturm gehäckseltem Mais und ein Wald, der keiner mehr war. Die Schäden nach dem Unwetter, das über Obing tobte, waren enorm. Zerfetzte und entwurzelte Bäume, kahle Wälder, von Seen durchzogene Wiesen und platte Maisfelder täuschten die Idylle. Das Unwetter, das in kürzester Zeit über Obing hinwegfegte, hinterließ eine Schneise der Verwüstung, deren Ausmaß schockiert“ – so der Eintrag auf der Tornadoliste Deutschland. Auch die damalige AELF-Forstrevierleiterin Petra Bathelt erinnert sich: „Blankes Entsetzen packte mich, als ich das Ausmaß der Schäden erkannte. Das alles hat uns damals extrem gefordert und für alle war es eine brutale Kraftanstrengung.“  Über 200 Hektar Waldfläche waren dem Erdboden gleichgemacht und über 100.000 Festmeter Holz mussten aus den Wäldern transportiert werden.

Nach und nach, so Bathelt, wurden die Schäden aufgearbeitet und in den Folgejahren viele Flächen neu bepflanzt – meist mit Laubholz, vermischt mit Nadelbäumen. Zusammen mit den AELF-Försterinnen Christine Zahnbrecher aus Traunstein und Petra Bathelt, die jetzt am AELF Töging Revierleiterin ist, wird sich der AELF-Arbeitskreis „Frauen im Wald“ verschiedene ehemals verwüstete Waldflächen anschauen – darunter auch Gebiete, die nicht aufgeforstet wurden, „wo man schauen wollte, wie sich die Natur selbst hilft“. Mitzubringen sind festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist nicht zwingend nötig, aber wünschenswert unter epost-forst@aelf-ts.bayern.de oder Telefon 0861/ 70983007. Treffpunkt ist am Mittwoch, 20. Mai, um 16 Uhr bei Obing.

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