Griesstätt – Sachlich und konzentriert nahm der neu gewählte Gemeinderat seine Arbeit bei der konstituierenden Sitzung auf. Vor allem die Verteilung der einzelnen Verantwortlichkeiten und Aufgaben stand dabei im Vordergrund. Neun der 14 Mitglieder des Gemeinderates sind neu im Gremium.
Bis auf Weiteres wird deshalb auch noch die alte Geschäftsordnung als Grundlage verbleiben und erst mit Ergänzungen in einer der nächsten Sitzungen zur Diskussion gestellt. Dieses Vorgehen wurde einstimmig beschlossen.
Formell und zügig
abgearbeitet
Formell und zügig wurde zunächst die Tagesordnung abgearbeitet, lediglich die Besetzung eines nicht stimmberechtigten Beisitzers im Schulverband Rott/ Griesstätt/Ramerberg wurde zu Beginn neu eingefügt. In dieses Amt wurde in der Folge Martin Fuchs (BfG) berufen.
Die Vereidigung von Bürgermeister Anton Strahlhuber (BfG) übernahm sein Fraktionskollege und ältestes Mitglied des Gremiums, Franz Eckl. Altbürgermeister Franz Meier hängte Strahlhuber im Anschluss die Amtskette als sichtbares Zeichen der Amtsübernahme um.
Die Vereidigung der neuen Gemeinderatsmitglieder Christina Deutsch, Maximilian Eser, Josef Linner, Sebastian Meier und Georg Weiderer (jeweils CSU) sowie Ute Eckl, Franz Eckl, Gerhard Kaiser und Siegfried Maier (BfG) folgte im Anschluss. Der Beschluss, neben einem Stellvertreter des Gemeindeoberhauptes noch den Posten eines weiteren Dritten Bürgermeisters zu besetzen, sorgte für die erste knappe zustimmende Entscheidung mit 8:7 Stimmen. Eine Kampfabstimmung bei der Wahl des zweiten Bürgermeisters folgte dann ebenfalls nach kurzer Würdigung der beiden vorgeschlagenen Kandidaten Martin Fuchs (BfG) und Josef Linner (CSU). Die Abstimmung zeigte die neue Fraktionsverteilung von jeweils sieben Mitgliedern bei den Bürgern für Griesstätt und der CSU deutlich auf. Mit der achten Stimme von Bürgermeister Anton Strahlhuber (BfG) wurde Martin Fuchs schließlich zu dessen Stellvertreter bestellt.
Zur weiteren Stellvertretung wurde nur Katharina von Sommoggy (BfG) als Kandidatin vorgeschlagen. Sie wurde ebenfalls mit acht Stimmen bei sechs Enthaltungen und einer Stimme für Kristina Deutsch (CSU) gewählt. Beide Stellvertreter wurden nach ihrer Vereidigung auch noch, allerdings diesmal einstimmig, neben Strahlhuber zu Standesbeamten der Gemeinde bestellt. Zur Bildung der neuen Ausschüsse entwickelte sich im Anschluss eine sachliche Diskussion. Als Ergebnis daraus ergab sich nach Abstimmung die Beibehaltung der Besetzung von jeweils fünf Mitgliedern mit Ausnahme des Rechnungsprüfungsausschusses, der sich wieder aus vier Mitgliedern zusammensetzt. Da hier der Bürgermeister nicht wie bei den anderen Ausschüssen den Vorsitz hat, wurde Martin Fuchs als Vorsitzender gewählt.
Ob man den Bau- und Umweltausschuss wieder entflechten sollte, galt es in der Folge zunächst zu entscheiden. Während CSU-Vertreter wie Eser und Andraschko eher für die Beibehaltung der alten Regelung plädierten, sah Helmut Schuster (BfG) durchaus diverse Themenbereiche wie zum Beispiel den Tierschutz als nicht zum Bauwesen zugehörig an.
Lieber sollte man den Umweltausschuss nach Bedarf einberufen, aber eigenständig besetzen, meinte er. Mit zwei Gegenstimmen wurde letztlich beschlossen, einen Umweltausschuss einzurichten.
Als weitere Ausschüsse wurden der Finanzausschuss, der Bauausschuss, der Personalausschuss und der Rechnungsprüfungsausschuss weitgehend paritätisch festgelegt und besetzt.
Der Kindergarten- und Schulausschuss wurde nicht mehr als nötig erachtet und wird deshalb künftig nicht mehr geführt. Hierfür sollte ein Referentenposten ausreichend sein, war man sich einig. Dieses Amt wurde Katharina von Sommoggy (BfG) zugesprochen.
Als weitere Referenten wurden bestellt: Franz Eckl (BfG) für Kanal, Martin Fuchs (BfG) für EDV, Ute Eckl (BfG) für Senioren, Kristina Deutsch (CSU) für Jugend/Sport, Rudolf Liedl (CSU) für Wasserversorgung, Georg Weiderer (CSU) für Feuerwehrwesen, Maximilian Eser (CSU) für Gewerbe und Manfred Andraschko (CSU) für Infrastruktur. Ein Umweltreferent wurde wegen der Bildung des eigenständigen Umweltausschusses nicht benannt.
Die Ehre, bei der Fronleichnamsprozession als Himmelträger mitgehen zu dürfen, werden künftig Helmut Schuster, Rudolf Liedl, Josef Linner und Franz Eckl haben.
Die Besetzung der Ausschüsse im Überblick
Finanzausschuss: Martin Fuchs, Helmut Schuster, Gerhard Kaiser (BfG), Josef Linner, Kristina Deutsch (CSU);
Bauausschuss: Sebastian Meier, Manfred Andraschko, Rudolf Liedl (CSU), Siegfried Maier, Franz Eckl (BfG);
Personalausschuss: Katharina von Sommoggy, Ute Eckl (BfG), Sebastian Meier, Josef Linner, Georg Weiderer (CSU);
Umweltausschuss: Siegfried Maier, Franz Eckl (BfG), Maximilian Eser, Georg Weiderer, Rudolf Liedl (CSU);
Rechnungsprüfungsausschuss: Kristina Deutsch, Maximilian Eser (CSU), Martin Fuchs (Vorsitzender), Helmut Schuster (BfG).