Ein Herz für Schwalben

von Redaktion

Zahl der Brutpaare in der Stadt stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

Wasserburg – Seit Jahrhunderten ist die Altstadt ein bevorzugter Nistplatz für Rauchschwalben. Nun beziehen sie nach ihrem langen und anstrengenden Flug aus den Überwinterungsgebieten in Afrika nach und nach ihre angestammten Nester. Sie tragen mit ihrem Gezwitscher und ihren Flugkünsten nicht unerheblich zur wunderbaren Atmosphäre der Stadt bei. Viele Gäste sind erfreut, wenn die jungen Schwälbchen ihre Köpfe aus den Nestern strecken und darauf warten, von den Eltern gefüttert zu werden. Warum sich die Rauchschwalben so wohl fühlen, hat viele Gründe: Unter den Altstadtarkaden, in den Durchgängen und Innenhöfen finden sie Schutz vor Wind und Wetter. Durch die Nähe zum Inn haben sie Nahrung und Baumaterial für ihre Nester. Im vergangenen Jahr hat sich die Anzahl der Brutpaare, wie Aufzeichnungen der Schwalbenhilfe zeigen, auf niedrigem Niveau stabilisiert. Negativ wirken sich vor allem die Abnahme der Insekten, das Verschwinden der Nester durch Baumaßnahmen sowie das Überspannen der Innenhöfe mit Netzen zur Taubenabwehr aus. Um den Bestand der Glücksbringer zu erhalten, und vielleicht sogar zu vermehren, bittet die Schwalbenhilfe die Wasserburger, eventuell beseitigte oder neue Nester zu melden. Von der Schwalbenhilfe können dann nach entsprechender Beratung in Zusammenarbeit mit dem Bauhof Nisthilfen und Kotbretter kostenlos montiert werden. Hilfreich wäre es auch, die Schwalbenhilfe vorab zu informieren, wenn Schwalbennester durch Baumaßnahmen betroffen sind. In diesem Zusammenhang wird auch darauf hingewiesen, dass das Beseitigen der Nester, auch während der Abwesenheit der Vögel, eine Ordnungswidrigkeit nach dem Bundesnaturschutzgesetz darstellt. Kontaktadressen zur Meldung von Schwalbennestern: Margit Böhm, Untere Naturschutzbehörde Rosenheim, Telefon 08031/3923301. Schwalbenhilfe: Helmut Stöckl, Telefon 08071/ 40109, und Anna Schöll, Telefon 0172/8522548.

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