Mit Mörtel, Kelle und Wasserwaage

von Redaktion

Jugendliche aus verschiedenen Wasserburger Schulen lernen Berufe des Handwerks kennen

Wasserburg – Einen ganzen Vormittag mit dem Handwerk in der Region beschäftigen konnten sich zum vierten Mal Schüler der Realschule, des Luitpoldgymnasiums, heuer auch von der Mittelschule, im Vorfeld der abendlichen Berufsinformationsmesse.

Denn 20 unterschiedliche Betriebe nutzten in der Realschul-Turnhalle am „Tag des Handwerks“, einer von- seiten des Kultusministeriums und der Handwerkskammer initiierten Veranstaltung, die Gelegenheit, sich bereits am Vormittag von ihrer besten Seite zu zeigen.

Selbst mal
Hand anlegen

Vor allem die Praxis bei betrieblichen Aktivitäten animierte viele Interessierte an den Ständen, auch selbst mal Hand anzulegen.

Jeweils eine Doppelstunde hatten die Schüler der 8. und 9. Klassen Zeit, ihre vorbereiteten Laufzettel auszufüllen und den anwesenden Firmenvertretern ihre Fragen zu stellen. Das Ziel dabei war, die interessanten Seiten der verschiedenen Berufe aktiv zu erforschen und auch praktische Handgriffe kennenzulernen.

Unterschiedliche Schulerfahrungen müssten bei Beratungen berücksichtigt werden, so mehrere Firmenvertreter, allerdings sei meist ein abgeleistetes Praktikum im gewünschten Betrieb Voraussetzung für eine Einstellung in den einzelnen Ausbildungsberufen. Dieser Tag sei also ein Einstieg in die berufliche Zukunft. Die Möglichkeit, schon im Schulbereich interessierte Jugendliche zu finden und anzusprechen, nutzte unter anderem Christiane Radlmaier, die, zum ersten Mal bereits am Vormittag dabei, mit potenziellen Bewerbern im Bereich Land- und Kommunaltechnik in Kontakt zu kommen suchte. Ein Ausbildungsvertrag ohne vorheriges Kennenlernen und ein Praktikum mache auch für sie keinen Sinn, so die Firmenchefin. Diese erste Kontaktstufe an der Schule sei aber sehr sinnvoll für alle Beteiligten.

Mehr als zufrieden mit diesem praktisch ausgerichteten Schulvormittag waren auch die derzeitigen Schulleiterinnen Claudia Hofmann und Monika Tonte. Sie zeigten sich begeistert von der Umsetzung durch die Betriebe und das Team um die federführende Katrin Ilsanker. Auch die Kooperation mit den beiden anderen Schulen zeige, dass die ministeriellen Vorgaben gewinnbringend für alle umgesetzt würden. Dass mehrere Betriebe schon seit Jahren dabei seien, zeige, dass die Veranstaltung auch von deren Seite her sehr geschätzt würde.

Ob es nun galt, mit einem Akkuschrauber umzugehen, den Werkstoff Holz aktiv zu bearbeiten oder mit Mörtel, Kelle und Wasserwaage zu hantieren, man merkte an dem Tag, dass aktives Zupacken gefragt war.

Jedenfalls verließen die meisten Schüler die Realschulturnhalle mit zufriedenen Gesichtern und zeigten, dass die Veranstaltung ihnen auch was gebracht hatte, und dies nicht nur, weil die eine oder andere Süßigkeit oder ein neuer Kugelschreiber dabei rausgesprungen war.

Auf jeden Fall
beibehalten

Auch Bürgermeister Bastian Wernthaler ließ es sich nicht nehmen, mal persönlich vorbeizuschauen und sich von der Vielfalt der beruflichen Angebote zu überzeugen. Auf jeden Fall beibehalten wolle man diesen „Tag des Handwerks“, da er sehr positiv angenommen werde, da war man sich auf Lehrer-, Schüler- und Ausbilderseite einig.

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